1. | Autor: schwarzwaelderDatum: 15.12.2010 | 12:34:53 

Wir alle sollten Fenson dankbar sein. Denn wenn Du mal 7 Gitarren, 3 Bässe, 1 Schlagzeug, div. Keyboards und sonstigen Kram rumstehen hast, kommst Du schnell mal in Erklärungsnot bei der geliebten Gattin. Fensons Bilder sagen mehr als 1000 Worte und die Ehe ist gerettet.


  2. | Autor: FensonDatum: 16.12.2010 | 20:09:28 

@schwarzwaelder: Das halte ich für eine gewagte Behauptung. Nicht, dass meine Ehe deswegen in die Wicken gegangen wäre. Ich kann Dir zu Deiner These (... dann ist alles wieder in Butter ...) zig Gegenargumente einer Frau liefern. Aber einen Versuch ist es allemal wert, zumal 7 Gitarren, 3 Bässe, 1 Schlagzeug div. Keyboards und sonstiger Kram doch noch ´ne ganze Ecke von über 80 Gitarren, 10 Amps und div. Kram entfernt sind. Versuch Dein Glück - meine Unterstützung hast Du :-).


  3. | Autor: zzrain42Datum: 30.01.2011 | 13:43:37 

Gott sei Dank, ich dachte ich wäre einer der wenigen Gitarrenverrückten auf diesem Planeten. Fenson, das ist absolut Klasse was du da zusammen getragen hast, Hut ab. Auch dein Equipment läßt sich sehen. Meine Gitarrensammlung fällt da eher schon schlicht aus, komme ich aber doch auch auf 24 Stück. Immerhin.


  4. | Autor: FensonDatum: 30.01.2011 | 15:50:05 

@zzrain42: es ging mir von Anfang an (und das betone ich ausdrücklich) nie darum, die grösste Sammlung zusammen zu tragen, sondern das hat sich irgendwie von selbst so ergeben - quasi ein Selbstläufer. Wenn ich für bestimmte Modelle akzeptable Preise erzielen könnte, dann würde ich mich u.U. von einigen Stücken trennen. Vom Erlös würde ich mir dann einzelne ausgesuchte Gitarren aus der Preisregion 2.000,- bis 3.000,- Euro kaufen. Warum? Ich muss zugeben, dass es einerseits heute zwar kaum noch Schrott gibt, wie bspw. in den 70er Jahren, aber Modelle wie bspw. eine gute GIBSON Les Paul Custom (auch da gibt es gravierende Qualitätsunterschiede), eine GIBSON 1957 Les Paul Reissue (V.O.S. oder Historic Colelction) legen auf die ansich guten Modelle der unteren Preissegmente doch noch ´ne gute Schippe drauf. EPIPHONE, SQUIER, FENDER Mexico etc. bauen für das jeweilige Preissegment wirklich tadellose, klasse klingende Gitarren, keine Frage. Aber wer mal bei einer Gitarre ein echtes Wow-Erlebnnis hatte, der wird sich künftig ungerne mit weniger zufrieden geben. Das heißt jetzt aber nicht, dass ich deswegen alle meine nicht-GIBSON Les Paul-Custom-Historic bla-bla Modelle abgeben würde. Um Gottes Willen. Da sind viel zu viele gute bis sehr gute Modelle dabei, die mir wirklich ans Herz gewachsen sind und mir sehr viel bedeuten. Eine GIBSON ist keinesfalls immer und ausschließlich erste Wahl (so blöd das klingt) - jedenfalls nicht für mich. Aber ein wenig mehr Platz würde bei mir nicht schaden. Könnte ich den benötigten Platz schaffen, ohne dabei finanziell zu verbluten, würde ich es tun. Allerdings wäre der gewonne Platz auch recht schnell wieder mit anderen Gitarren belegt, dann allerdings - zugegeben - mit etwas exclusiveren Modellen (GIBSON Les Paul Supreme in Heritage Cherry Sunburst (wobei die wahrscheinlich so oder so kommt), PRS Hollowbody II in Dark Cherry Sunburst, ´ne FENDER Custom Shop Strat (aber keine Relic), GRETSCH White Falcon, sowas in der Art. Ferner den ein oder anderen Amp (VOX AC 30, FRENDER Twin, FREYETTE (VHT) SIG:X). Kurz, ich würde nicht mehr alles kaufen, was mir auf Anhieb gefällt, sondern wirklich mit Augenmaß an die Sache rangehen und wohlbedacht auswählen. Ich merke zwar schon, dass es mir heute wesentlich leichter fällt, eine schöne, gute Gitarre hängen zu lassen, aber Spontankäufe gibt es nach wie vor (z.B. der FENDER Super-Sonic 22 - gesehen, gespielt, gekauft). GAS kann jeden befallen und die Rückfallquote ist erschreckend hoch :-). 24 ist doch auch schon eine ganze Menge, wobei ich generell Qualität vor Quantität setzen würde. Andererseitzs kann es aber nicht schaden, ein breites Spektrum zu haben. Das geht einerseits über Menge, aber auch über Streuung (verschiedene Typen, gute Originale, gute Kopien). Die 24 werden sicherlich auch nicht das Ende Deiner Fahnenstange sein. Denk an meine Worte ... ;-)


  5. | Autor: zzrain42Datum: 31.01.2011 | 11:16:02 

@Fenson: Ja, Qualität vor Quantität, da hast du recht. Nur, bei der Fülle an Gitarren, die man haben kann(oder will)steht dies oft konträr zum Budget, und da muß man ab und an Abstriche in der Qualität machen, erlebt aber oft sein blaues Wunder, wie jetzt erst erlebt. Ich hab mal nachgezählt, wie viele Gitarren in meinem Besitz sind. und hab jene vergessen, die bei meinem Sohn in Hamburg stehen, die er von mir "leihweise" hat. Dazu zählt eine original Gibson RD Artist aus dem Jahre 1978, die ich bei einem USA-Besuch 1996 in einem Studio in Chester N.J. gekauft habe. Davon sieht man heute kaum mehr eine. Da ich aber eher ein Paula und Strat-Typ bin, spielt er momentan drauf. So liegt die Gesamtzahl incl. der vollen Koffer im Keller bei 32 Stück, darin enthalten eine Epiphone Doubleneck, mit der ich mehr als zufrieden bin(bis auf das Gewicht). Soviele Gitarren kommen irgendwie im Laufe vieler Jahre zusammen, das ergibt sich eben so, das hab ich zwischen deinen Zeilen auch gelesen. Ich hab so wie du all die Jahre aus dem Baum heraus nach Gefühl und Gehör gekauft, auch von privater Seite. Der Start für all das war meine Zeit in einer Schulband 1970, als ich dort mit dem Bass spielen begann. Es war eine Bassgitarre der Marke Klira. Der Preis lag bei 275.-DM. Damit fing es an. Ich weis noch, als ich diese Gitarre vom Händler geholt habe, war grade ein Gitarrist einer renommierten lokalen HM-Band anwesend, der laut gelacht hatte und mir sagte, ich solle eine Gitarre kaufen und kein "Waschbrett". Er verwies mich auch gleich auf eine Fender, aber mein Geldbeutel gab das zu der Zeit verständlicherweise nicht her. Mein vorletzter Kauf war aufgrund eines Gefühls eine Gibson-Kopie aus Fernost. Eine LP-Black Beauty mit drei PU´s und Bigsby Tremolo. Ich dachte, für 345.-€ incl. Zoll kann nicht viel passieren, man muß nur mit dem Dealer aufpassen und das hab ich. Was soll ich sagen, mich hat´s fast vom Hocker gelupft. Verarbeitung, Seitenlage, Hals geleimt, Sound....sogar das Gibson-Logo im Headstock mit Intarsien, sauber verarbeitet, nur die Position nicht ganz Detailgetreu aber sonst Top. Ich hab sie erst gestimmt und schon ging es los. Zunächst hat sie sich verhalten wie ein junges bockiges Pferd und ich brauchte etwa zehn Minuten und ich hatte sie gezähmt. Kein Brummen, kein Pfeifen, sauberer Gibson-Sound, optisch im Spiegel ein wahrer Hingucker. Nur den Troggle-Switch muß ich etwas bearbeiten, eventuell erneuern, aber sonst stimmt alles. Die Bilder von ihr hab ich auf meiner Myspace-Seite wie einige andere, so auch meine Fender Strat, Baujahr 1971 Aug. Die ist mein Augapfel. Dort sieht man auch eine Gitarre, die ich selbst zusammen gebaut habe. Ich hab Rory Gallagher immer beneidet um seine alte abgesprenkelte Fender, und so hab ich mir eine ähnliche selbst geschliffen. Vom Body, den PU´s, Neck und restlicher Hardware stammt alles von Ebay, Gesamtpreis 84,-€, der Rest war meine Arbeit. Kannst du dir mal bei Interesse ansehen, was mir da gelungen ist. Zurück zur Paula. Wenn ich jetzt nachrechne, wieviel ich bei Gibson für so ein Teil hätte hinlegen müssen, ist die China-Paula eine wirkliche und echte Alternative für den Sammler oder Bands, die eben erst anfangen. Das Bigsby ist natürlich kein Original, sieht aber fast so aus und ist fast absolut stimmfrei.


  6. | Autor: FensonDatum: 12.04.2011 | 07:41:13 

@zzrain42: Das mit den China-Gibsons ist eine zweischneidige Sache. Klar ist jede Einsteiger happy, wenn GIBSON auf der Kopfplatte steht und dann interessiert es ihn einen Scheißdreck, dass das im Grunde eine illegale Geige ist. Meine erste E-Gitarre hat 30,- DM gekostet (Hersteller unbekannt), mein Erster Amp war ein altes Röhrenradio aus dem Sperrmüll. Meine erste richige E-Gitarre war eine MORRIS Strat-Kopie in Natrual mit Maple-Neck - so wie die Strat von Blackmore auf dem Innencover der ersten Rainbow-LP. Die Mechaniken und die Konterplatte habe ich zum Juwelier gebracht und ein FENDER-F eingravieren lassen. Hinter dem MORRIS-Schriftzug auf der 70er Kopfplatte habe ich mit Rubbelbuchstaben den geschwungenen STRATOCASTER-Schriftzug angebracht. Bis auf den Namen MORRIS und der Tatsache, dass es keine FENDER war, war dies eine der gelungensten und bestklingensten FENDER Strat-Kopien, die ich je in den Fingern hatte. Irgendwann kam dann endlich eine echte FENDER Strat - ´76er Modell, schwarz - ich war im 7. Himmel. Dann habe ich sie komplett entlackt. Heute hat sie mein Bruder. Das Teil war nach heutiger Einschätzung nicht sonderlich berauschend, klingt ein wenig laff. Es folgten eine weitere FENDER Strat, FENDER Tele, HOYER 4062 (ES 335-Kopie), GIBSON S-1 und dann bin ich auf´s Motorrad umgestiegen und habe die Gitarren 20 Jahre lang vernachlässigt bzw. den größten Teil verkauft. Geblieben sind mir die Erinnerungen, ein paar Fotos, die IBANEZ Concord 12 string Jumbo und der PEAVEY Mace Combo (160 Watt). Ende der 90er ging es dann wieder los und wurde zum Selbstläufer. Die Gallagher-Strat fand wohl jeder gut, der Gallagher noch erlebt hat. Ich habe ihn 3 Mal live erlebt. Im alten GM-Forum gab es eine SQUIER Strat, die ein GM-Kollege für seinen Kumpel auf Gallagher-getrimmt hat - ist echt klasse geworden. Für solche Aktionen fehlt mir aber der Platz, das Know How und die Geduld.


  7. | Autor: fipsingDatum: 12.04.2011 | 16:00:35 

Keine andere Galerie bei den GM zeigt wie man ein Hobby so ernsthaft betreiben kann wie du und das man trotzdem Spass daran haben kann. Es geht ja schon in den logistischen Bereich all das unter einen Hut zu bekommen. Was mich von Anfang an begeistert ist das man bei dir die Möglichkeit hat Originale und Nachbauten vergleichen zu können, eben deine sachliche Analyse der Unterschiede hat mir persönlich schon das eine oder andere eigene Stück gebracht. Es ist eben die sachliche Auseinandersetzung bei dir oder Ikarus die es einem leicht fallen lässt bei einem schmaleren Geldbeutel zu seiner Freude zu kommen. Das man dabei bei dir auch die Originale bestaunen kann ist natürlich auch wichtig und schön. Wer dich kennt weiss aber das dein Interesse so vielfältig ist das man dir nur gratulieren kann. Ich freue mich immer wieder im Fall der Fälle von deiner Sammlung und deinen Erfahrungen profitieren zu können. Für mich die Vorzeigegalerie eines echten Guitarmaniac und dafür auch noch einmal meinen Dank.


  8. | Autor: FensonDatum: 12.04.2011 | 17:01:19 

@fipsing: Ich danke. GUITARMANIACS ist für mich primär ein gut sortiertes Archiv nicht zuletzt auch meines eigenen bestandes. Das mit den Originalen muss man einschränken. Gitarren-Modelle wie bspw. die BLADE RH-4, die GIBSON Les Paul Push Tone oder die FENDER VG-Stratocaster sind sicher Originale, weil erstamls mit diesem Modell so angeboten. Eine FENDER American Standard oder American Vintage, eine GIBSON Les Paul Standard in Ebony, eine Custom oder eine Classic 1960 Reissue sind lediglich Nachbauten aus eigenem Hause. Der Name Reissue sagt es ja schon. Auch wenn sich die Modelle teilweise optisch unverändert in die Neuzeit retten konnten, so offenbaren sie bisweilen doch nicht unerhebliche Unterschiede zum tatsächlichen Original. Unter dieser Prämisse sollte man vielleicht DEN Stratocaster-Klang definieren, denn der gehört zweifelsfrei einer 1954er Stratocaster. Da mir der ganze Vintage-Hype aber am A.... vorbei geht, nehme ich das, was mir gefällt und das erfreut bisweilen auch den Geldbeutel. manchmal darf´s dann aber auch etwas teurer sein ;-)