FENDER Artist Ritchie Blackmore Stratocaster CIJ


Bevor sich wieder jemand über einen zu langen Text aufregt – der Text ist lang. Wer damit also Probleme hat – Text verlassen, Fotos anschauen und bloß die Foto-Kommentare lesen. Vielen Dank.

Was haben wir hier? Eine FENDER Artist Signature Stratocaster Limited Edition – so die vollständige Modellbezeichnung – CIJ (Crafted in Japan) also quasi Made in Japan. Made in Japan? Da kommt einem doch gleich das gleichnamige Live-Doppelalbum der legendären Deep Purple Mk II-Besetzung in den Sinn. Das fast komplette Programm dieser LP inklusive des nie live veröffentlichten Songs „Mary Long“ habe ich am 24.01.1973 in Essen als fast 16-jähriger live erleben dürfen. Zeugnis dieses für mich unvergesslichen Events ist ein zwar illegaler, aber doch gelungener Live-Mitschnitt mit dem Cassettenrecorder. Wenn man den remastern würde, käme er qualitativ an das Live Album ran.
Vorrangig war es Gründungsmitglied, Namensgeber und Gitarrist der Gruppe, Ritchie Blackmore, der Deep Purple für mich interessant machte. Damit von vornherein keine Missverständnisse aufkommen – ich bin bekennender (aber keineswegs kritikloser) Blackmore-Fan. Mit diesem Bekenntnis kann man unter Gitarristen eigentlich nicht anecken – außer bei denen, die unter Gitarre-spielen-können etwas anderes verstehen.
Kurioserweise war dieser Umstand aber nicht primär für den Erwerb ausgerechnet dieser FENDER Stratocaster ausschlaggebend. Doch der Reihe nach.
Dies hier ist eine meiner liebsten, wenn nicht sogar die liebste von allen und das nicht erst seit jemand anderes (nebenbei bemerkt eingefleischter Les Paul Jünger), der das gleiche Modell hatte, den Tag verflucht, an dem er seine FENDER Ritchie Blackmore Signature Stratocaster verkauft hat. Böser Fehler. Das ist wie popeln in der Öffentlichkeit – so was tut man einfach nicht ;-). Ich kann das Leiden dieses bedauernswerten Kollegen wohl mit am besten nachvollziehen, denn ich weiß, was er weg- und damit aufgegeben hat. Seine Beschreibung der FENDER Ritchie Blackmore Stratocaster kann ich zu 100 Prozent unterschreiben (was ich auch getan habe), denn diese Gitarre ist keinesfalls nur ein Appetithäppchen für Blackmore-Fans, sondern ein echter Leckerbissen, den man zelebrieren sollte und den man aufgrund diverser für eine Stratocaster atypischer Charakteristika sehr schnell geneigt ist maßlos zu unterschätzen. Und genau das macht diese Gitarre so stark. Sie lässt so ziemlich jede andere Strat, die ich besitze (und das sind weiß Gott nicht wenige) alt aussehen.
Diese Gitarre war in meinem Fall ein aus der Not heraus geborener spontaner Zufallskauf. Meinem Bruder hatte ich seinerzeit meine ´76er FENDER Strat Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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verkauft. Die bekam ich dann irgendwann als Leihgabe retour, hatte sie auch zig Jahre in meinem Besitz und dann wollte mein Bruder sie doch wieder zurück, weil er seine Liebe zur Gitarre wieder entdeckt hatte. Ich brauchte somit also unbedingt eine neue Stratocaster. Warum unbedingt eine Strat? Ich will es mal so erklären: entweder man stand/steht auf Deep Purple oder man stand/steht auf Led Zeppelin. Ist wie Porsche oder Ferrari, Gold Wing oder Harley, Fisch oder Fleisch.
Nun, ich stand damals auf vieles, aber vor allem stand ich auf Deep Purple (Mk II) und damit auf Ritchie Blackmore und damit auf FENDER Stratocaster. Andere (wie z.B. die wohlgeformten ES 335-Typen) mochte ich auch, aber keine so wie die Strat. Die ewige Konkurrentin, die Les Paul, lernte ich erst recht spät schätzen und lieben. Wären meine Gitarrenhelden Les Paul-Spieler gewesen, dann ... ja dann wäre alles anders gekommen und ich hätte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich keine Ritchie Blackmore Stratocaster. Aber so ...
Es war der 25.01.2000. Im Laden hing dieses Teil direkt vorne an in einer Reihe von weniger als 10 Strats verschiedenster Ausführungen. Ich erläuterte dem Verkäufer meine Situation und er fragte, was es denn konkret sein solle. Das Angebot erschlug mich fast.
Als ich damals meine ´76er Strat (komplett schwarz mit Chrom-Hardware und Palisander-Griffbrett) kaufte, da gab es keine große Auswahl an Strats – sunburst (mit schwarzer Schlagplatte), schwarz, weiß, Rosewood- oder Maple-Neck, 1.200 DM - basta. Die schwarz-weißen FENDER-Faltprospekte gaben damals nicht mehr her. Heute dagegen ... an die 100 Farben, so um die 15 Serien (Standard, Deluxe, Special Edition, Limited Edition, Artist-Signature, American-Deluxe, -Special und -Vintage, Relic, Time Machine, Highway 1, Blacktop, Road Worn usw.) + Custom-Shop und FSR (Factory Special Runs = Sonderauflagen in begrenzter Stückzahl). Die FENDER-Seite im Internet wies zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Artikels nicht weniger als 81 verschiedene Stratocaster-Modelle aus. Und das waren nur die, die mit Foto präsentiert wurden. Wer soll da noch durchsteigen?
Ich deutete vom Verkaufstresen aus auf diese Gitarre. ''So etwas wie die erste da. Wenn sie so gut klingt wie sie aussieht, könnte es das schon gewesen sein''. Die Farbe gefiel mir, das Griffbrett (Palisander) gefiel mir, die große Kopfplatte gefiel mir. Insgesamt machte sie einen äußerst gefälligen Eindruck – nicht hässlich und nicht zu schön. Im Grunde genau das, was ich suchte. Hätte vorne eine in Sunburst gehangen, dann wäre es wohl die gewesen. Aber so – Karma, gutes Karma. Ich war zur richtigen Zeit am richtigen Ort und die RB-Strat hing glücklicherweise vorne am richtigen Haken. Hier hatten sich zwei gesucht und gefunden.
Ich wusste in dem Moment aber noch nicht, für was ich mich da konkret quasi schon entschieden hatte und was es speziell mit dieser Strat auf sich hat. Der Verkäufer klärte mich auf. Ich kannte die Blackmore-Strat zwar aus einem Schwarz-Weiß-Prospekt des Shops, hatte mich – obwohl Blackmore-Fan - aber bis dahin aus dezidierten Gründen nicht weiter mit dieser Gitarre befasst.
Als ich sie mir aber näher betrachtete und auch erfuhr, dass es eben die Ritchie-Blackmore-Signature-Strat aus dem Prospekt sei, wurde die Gitarre dann doch schon etwas interessanter - ohne dass ich auch nur einen Ton darauf gespielt hatte. Es ist also schon etwas anderes, ob man eine Gitarre im Prospekt sieht oder das Teil mal in natura vor die Nase gehalten bekommt. Die Beschreibung im Prospekt offenbarte längst nicht alles, was es zu dieser Gitarre an interessanten Details zu sagen gab. So z.B., dass es sich um eine in nur 500 Einheiten ausschließlich für den europäischen Markt gebaute Limited Edition handelt. Sowas macht eine Gitarre nicht unbedingt besser, aber zumindest doch exklusiver.
Ob ich diese Gitarre als XY-Stratocaster auch so interessiert inspiziert hätte, weiß ich nicht. Vermutlich nicht. Und das wäre ein böser Fehler gewesen.
Nun hatte hier aber einer der zweifelsfrei weltbesten Gitarristen seinen Namen für diese Gitarre hergegeben und es ist bekannt, dass Blackmore weiß was er tut und kein Freund von halben Sachen ist. Anspruch an Qualität wird bei ihm in jeder Hinsicht groß geschrieben. Da macht auch ENGL´s Ritchie Blackmore Signature Amp, der ENGL E650 Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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keine Ausnahme. Jedenfalls machen alle Änderungen zur normalen Serie bei dieser Gitarre Sinn, wenn man gewisse Hintergründe kennt.
Die theoretischen Vorzüge dieser Gitarre kannte ich ja schon aus der Beschreibung. Probieren geht aber bekanntlich über studieren und so besorgte ein kurzer Testlauf den Rest und dass es schließlich die Ritchie-Blackmore-Strat war, mag für mich zwar nicht unbedingt der ausschlaggebende Punkt gewesen sein, war aber als bekennender Blackmore-Fan - zugegeben - sicher nicht ohne Einfluss.
Diese Gitarre orientiert sich an der Stratocaster, die Ritchie Blackmore in der 70er Deep Purple-Phase gespielt hat. Klingt recht unpräzise, ist es auch, denn ich konnte recherchieren, dass Ritchie Blackmore mit mindestens 13 verschiedenen Stratocaster-Modellen (die zertrümmerten nicht mitgerechnet) auf der Bühne gestanden hat. Als da wären:
3-Tone-Sunburst mit weißer Schlagplatte, weiße Pickups/Plastikparts + Tele-Hals (she. Innencover LP ´The Book of Taliesyn´(1968 - she. letztes Foto) sowie Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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ab 0:20)
3-Tone Sunburst mit weißer Schlagplatte, weiße Pickups/Plastikparts + Ahorn-Griffbrett - große Kopfplatte
3-Tone Sunburst mit weißer Schlagplatte, weiße Pickups/Plastikparts + Palisander-Griffbrett - große Kopfplatte
3-Tone-Sunburst mit weißer Schlagplatte, weiße Pickups/Plastikparts + Palisander-Griffbrett + reversed Headstock – große Kopfplatte
3-Tone-Sunburst mit schwarzer Schlagplatte, weiße Pickups/Plastikparts + Palisander-Griffbrett
2- or-3-Tone-Sunburst mit weißer Schlagplatte + 2 Doppelspul-HB + Ahorn-Griffbrett + große Kopfplatte
Black mit weißer Schlagplatte, weiße Pickups/Plastikparts + Ahorn-Griffbrett - große Kopfplatte
Black mit weißer Schlagplatte, weiße Pickups/Plastikparts + Palisander-Griffbrett - große Kopfplatte
vermutl. Black mit schwarzer Schlagplatte + Palisander Griffbrett - große Kopfplatte
Natural mit weißer Schlagplatte, weiße Pickups/Plastikparts + Ahorn-Griffbrett – große Kopfplatte (die Gitarre wurde aus seinem Haus gestohlen)
Natural mit weißer Schlagplatte, weiße Pickups/Plastikparts + Ahorn-Griffbrett + reversed Headstock – große Kopfplatte
Olympic White mit weißer Schlagplatte, weiße Pickups/Plastikparts, weiße Lace Sensors Pickups, später → schwarze Seymour Duncans + Palisander-Griffbrett – große Kopfplatte
Die hier präsentierte Strat orientiert sich an dem zuletzt gelisteten Modell.

Ich halte Ritchie Blackmore trotz seines Rufes als Exzentriker (mal Arsch, mal Gentleman, bei dem die Theorie, dass Genie und Wahnsinn dicht bei einander liegen, ihre Bestätigung findet) und trotz seiner Abwanderung ins Mittelalter, die Renaissance und die Romantik (wobei er da bisweilen nicht minder virtuos spielt, sich aber überwiegend nicht gerade spielerisch verausgabt. Im Grunde ist es Talentverschwendung, denn seine wahre Bestimmung ist und bleibt der Rock), nach wie vor für einen der genialsten und begnadetsten (Rock-)Gitarristen überhaupt (was er objektiv betrachtet wohl auch ist). An dieser Stelle sei die DVD ´Come Hell or High Water´ empfohlen, konkret die Soli zu ´Highway Star´ Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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(trotz eines (ablenkungsbedingt) unüberhör- und unübersehbaren Verspielers), ´Child in Time´ Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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und ´Lazy´ Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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Wer das ´Lazy´-Solo der Studioversion hinbekommt, der muss hier einiges an Drehzahl zulegen. Einfach nur genial. Und genauso mag ich ihn.
Und die Gitarre ist nicht minder genial, denn - auch wenn Klang sicher Geschmackssache ist - dieses Teil klingt gelinde gesagt einfach klasse.
Was ich weniger klasse finde (und da kann er sich mit den Kollegen Beck, Hendrix und Townsend die Hand reichen) ist das sinnlose Zerdeppern von Gitarren (auch wenn es sich dabei für den jeweiligen Gitarristen um Ausschussware handeln mag, was aber auf die zertrümmerten GIBSONs von Herrn Stadtende kaum zutreffen dürfte und auch jede Strat der übrigen Haudruffs wäre für jeden seiner Fans im spielfähigen Zustand die Krönung gewesen). Wer so was macht, der hat in meinen Augen nicht alle Latten am Zaun (womit wir wieder bei Genie und vor allem Wahnsinn wären). Dafür können aber weder Gitarre noch Verstärkerturm etwas. Das muss ich allerdings in soweit einschränken, solange es sich als bloßer Bestandteil der Show handelt. Wenn die Klampfe „Sch....“ war oder der Amp gezickt hat, dann kann man sicher schon mal aus der Haut fahren. Aber meist hatte der Gitarrist einen schlechten Tag oder ihm war einfach mal danach, etwas zu zerstören oder es gehörte zur Show und das wurde vom Publikum erwartet. Für mich war jeder Schlag mit der Gitarre egal wohin/wogegen ein Stein weniger am Denkmal meines Lieblingsgitarristen. Das hatte und hat mit Gitarre spielen absolut nichts zu tun.
Nun gut, widmen wir uns weiter der Blackmore Strat.
Die Bespielbarkeit ist nicht nur aufgrund der konkav (ausgehöhlten / scalloped) bearbeiteten Bünde vom Allerfeinsten. Das unterstützt das Saitenziehen, da ein Abrutschen über die gezogene Saite weitestgehend vermieden wird. Auch leichte Bendings oder Tonvariationen durch Druck auf die Saite lassen sich problemlos bewerkstelligen. Dadurch bedingt wird aber irgendwann auch schneller eine Neubundierung fällig.
Auf die Idee die Bünde auszuhöhlen soll Mr. Blackmore übrigens gekommen sein, als er 1966 einmal eine sehr alte Gitarre gespielt hat, bei welcher die Bünde aufgrund des langen Gebrauches schon ziemlich „ausgewaschen“ waren. Das angenehme Spiel mit dieser alten Gitarre hat ihn inspiriert, dies auch einmal bei einer seiner zahlreichen Strats auszuprobieren. Gedacht, getan. Das hat aber nach eigener Aussage schlappe drei Tage gedauert. 1973 war das. Seit dem sind alle seine Gitarren gescalloped und dieses Feature hat FENDER dann auch bein den Signature-Modellen übernommen. Ein eifriger Nachahmer dieser Besonderheit ist Yngwie Malmsteen, dessen Signature Modell ebenfalls über ein Scalloping verfügt, jedoch ist diese anders ausgeführt. Bei der Yngwie Malmsteen Stratocaster sind die Bünde durchgehend gleich tief ausgehöhlt. Bei der Blackmore Strat sind die Bünde progressiv ausgehöhlt, das heißt: je höher die Lage, desto tiefer die Aushöhlung, wobei in den tiefen Lagen das Griffbrett zum jeweils nächsten Bundstäbchen hin abgeschrägt ist (she. Foto). Zu den höheren Lagen hin verläuft die Aushöhlung gleichmäßig über die gesamte Bundlänge und ist im Bereich des 12. Bundes richtig schön ausgeprägt (she. Foto).
Als dann eines Tages an Blackmore´s eigenhändig bearbeiteten Strat eine Neubundierung anstand, meinte es der Gitarrenschmied besonders gut und schliff das Griffbrett ´without extra charge´ wieder plan, woraufhin sich Mr. Blackmore erneut ans Schleifen machte. Dabei geriet der Hals jedoch dermaßen flach, dass die Gitarre nicht mehr spielbar war. Schade, schade, schade.
Dabei ist serienmäßiges Scalloping wesentlich älter. Bereits 1958 hat die schwedische Gitarrenschmiede HAGSTRÖM Gitarrengriffbretter serienmäßig gescalloped und hatte hierauf sogar ein Patent. Da war Little-Ritchie gerade in der Pubertät und hatte sicher anderes im Sinn, als an Gitarrengriffbrettern zu feilen/schmirgeln.
Der Sound ist - wie soll ich sagen - prägnant, sehr deutlich, wesentlich druckvoller als mit normalen FENDER PUs, aber immer und unter allen Umständen typisch Strat und weitestgehend brummfrei, wenn man nicht gerade vor einem eingeschalteten Fernseher sitzt. Diese Gitarre klingt über jeden Verstärker, den ich habe, erstklassig. Dabei klingt längst nicht jede Gitarre über jeden Amp gut.
Ich spiele sie daheim überwiegend über einen LINE6 POD II und einen MARSHALL Valvestate VS 265 R mit Zusatzbox und einen parallel geschalteten MARSHALL AS 100 D Akustik-Amp (weil beides am ehesten zur Verfügung steht).
Aber auch über einen FENDER Hot Rod Deluxe Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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einen VOX Valvetronix AD 120 VT Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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den kleinen PEAVEY Transtube Envoy 110 Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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den noch kleineren ROLAND Micro Cube Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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oder einen MARSHALL Mode Four Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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weiß sie souverän zu überzeugen. Dann möchte man nur zu gerne die Regler mal weiter aufdrehen, als es in Mietwohnungen erlaubt ist (und bei mir unterm Dach ist schon eine ganze Menge erlaubt). Da würde man bspw. mit einem Mode Four sehr schnell übers Ziel hinaus schießen.
Die Non-Plus-Ultra Kombination stellt diese Gitarre allerdings und zweifelsfrei mit dem ENGL – wie könnte es anders sein?, Nomen est Omen – E650 Ritchie Blackmore Signature dar. Deep Purple-iger und Rainbow-iger bzw. Blackmore-iger geht es nur noch mit Herrn Schwarzmehr´s Original-Equipment.
Jetzt werden sich einige sagen: Klar, bloß weil auf der Geige Blackmore draufsteht und bloß weil am Amp Blackmore draufsteht kommt da auch Blackmore raus. Ich gebe zu, dass ich mit einer BURNS Brian May Red Spiecial Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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schon einen Clapton-authentischeren Sound erzielt habe als mit der FENDER Eric Clapton Signature Strat Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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selbst, aber ein Videobeitrag der Deep Purple Tribute Band Demon´s Eye mag als Nachweis genügen - der Giatrrist spielt eine FENDER Ritchie Blackmore Signature Stratocaster (wenn auch das Set Neck Modell) und einen ENGL E 650 Ritchie Blackmore und es klingt verdammt nach Blackmore.
Eine weitere Besonderheit dieser Gitarre ist neben dem schon erwähnten scalloped Fretboard die Lackierung in Olympic White. Eine andere Lackierung gab es für dieses Modell nicht – weder für die hier vorgestellte Version noch für die Custom-Shop-Version. Dazu später mehr.
Einzigartig sind auch die arretierbaren Strap-Locks für die Gurtaufnahme. Ein absolut sicheres System. Nachteil: da ich keine andere Gitarre mit einer derartigen Gurtaufnahme besitze, passt der Gurt nur noch für diese Gitarre.
Eine weitere Realisierung von Blackmore´s Wunschzettel war die große ´70er-Jahre-Kopfplatte. Die Signatur des Lord of the Lärm darf bei keiner echten Ritchie Blackmore Signature-Strat fehlen. Die sieht auf der Kopfplatte allerdings anders aus, als auf der remastered 'in Rock'-CD. Wie auch immer – FENDER wird schon eine korrekte Vorlage gehabt haben.
Last but not least – wie oben schon erwähnt – die Sahnehäubchen: 2 ! SEYMOUR DUNCAN SSL-4 Quarter Pound PUs (bei meiner RB-Strat allerdings ohne Kappen).
Diese Pickups verfügen über nicht gestaggerte Pole-Pieces, die im Durchmesser größer als herkömmliche Pole-Pieces sind und doppelt so viel Output liefern sollen als herkömmliche FENDER-Pickups. Das könnte durchaus zutreffen.
Der mittlere PU ist ein Dummy. Eine Stratocaster mit nur 2 Single-Coils? Was soll denn das? Genau das war es nämlich, was ich eingangs als dezidierten Grund für anfängliches Desinteresse an dieser Gitarre ansprach. Gedanklich langte ich mir ans Hirn. Für eine quasi halbfertige Stratocaster so viel Kohle bezahlen? Würde ich sie heute für das gleiche Geld wie damals kaufen können, ich würde keine Sekunde zögern.
Damals war dies für mich keine Stratocaster, wie ich sie eigentlich wollte. Ich wollte sie klassisch und klassisch war für mich mit 3 funktionierenden Pick-Ups, zwei gerade, einer schräg eingebaut, mit staggered Pole-Pieces und PU-Kappen in Schlagbrettfarbe und überhaupt und sowieso. Was also sollte das mit nur 2 unverkleideten Pickups??? Die Antwort liegt nicht unbedingt auf der Hand, hat aber direkt mit ihr zu tun. Genauer mit der rechten Hand.
Ritchie Blackmore spielt nur Bridge- oder Neck-PU. Wer ihn mal live gesehen hat, der weiß, wie er da zu Werke geht. Da geht nur oben oder unten. Warum er aber vor einem Lauf den Schalter von Neck auf Bridge setzt und gleich wieder auf Neck zurücksetzt und umgekehrt, ohne in dieser Zeit auch nur einen Ton gespielt zu haben, ich auch zwischenzeitlich recherchieren: Blackmore ist nach eigener Aussage immer auf der Suche, nach dem perfekten Sound für jeden einzelnen Ton. Die Spielerei mit dem Schalter hat sich bei ihm im Laufe der Jahre zu einer nervösen Marotte gemausert. Jedenfalls geht das bei ihm blitzschnell. Ich kenne nicht einen Gitarristen, der den PU-Switch dermaßen oft und so blitzschnell benutzt wie Ritchie Blackmore.

Die von einigen Strat-Artisten (Mark Knopfler, Rory Gallagher, David Gilmour u.a.) bevorzugten Zwischenstellungen nutzt er prinzipiell/konsequent nicht, weil er ob seiner Spielweise den Schalter nach eigener Aussage immer aus der Stellung hauen würde. Diese Problemstellung dürfte aber noch aus der Zeit herrühren, als es noch keine 5-Weg-Schalter gab und man den Schalter auf Kippe stellen musste. Wenn man den mittleren PU nicht nutzt, dann machen auch die Zwischenstellungen keinen Sinn. Da der mittlere PU seiner agressiven Spielweise im Weg ist, hat Herr Schwarzmehr bei seiner Strat den mittleren PU tiefer gelegt (Pimp my Guitar sozusagen). Beim hier präsentierten Signature-Modell sitzt dort ein Dummy = nur eine PU-Kappe mit angedeuteten Pole-Pieces. Die PU-Kappe ist bis auf Schlagbretthöhe tiefer gelegt und wurde überhaupt nur aus optischen Gründen eingebaut, denn eine Strat mit 2 Single-Coils (ohne Dummy) und geleimtem Hals sieht schon merkwürdig aus, wie es die Ritchie Blackmore Stratocaster aus dem Custom Shop beweist. Diese CS-Version ist ein konsequente Umsetzung von Blackmore`s Vorgaben um nicht zusagen eine der radikalsten Abweichungen von der Serie in der Stratocaster-Produktlinie.
Von der Seriennummer her könnte meine Blackmore-Strat Baujahr 1985 sein. Tatsächlich ist sie aber Baujahr 1997/1998, denn die Codierung beginnend mit A + 6 Zahlen gibt es zweimal – 1985 und 1997/1998. Erworben habe ich sie im Januar 2000 und die hier präsentierte Blackmore-Strat gehört eindeutig in den Zeitraum 1997/1998.
Das Vorbild für diese Gitarre scheint Ritchie Blackmore immer noch zu besitzen. Zu sehen ist das gute Stück auf der Deep Purple DVD ´Come Hell or High Water´ und auch auf der Blackmore´s Night DVD ´Castles and Dreams´ sowie in einem zweiteiligen YouTube-Beitrag (Ritchie`s Guitar Collection Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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in welchem Ritchie Blackmore einen Teil seiner Gitarrensammlung vorstellt und zu jeder Gitarre etwas zu berichten weiß.
Auf der Purple-DVD ist der mittlere PU noch schwarz. Ob es sich hierbei um einen heruntergeschraubten Dummy oder um einen stillgelegten PU handelt weiß ich nicht. Die beiden äußeren PU sind aber tatsächlich Humbucker im Single Coil-Format (Klingen statt Polepieces), da auch ein Ritchie Blackmore mit dem Single Coil-Brummen zu kämpfen hat(te) und schon kurz davor war, die E-Gitarre an den Nagel zu hängen, was ebenfalls ein böser Fehler gewesen wäre. Was wäre uns da entgangen?
Später wurde der mittlere schwarze PU?/Dummy? durch einen weißen ersetzt. Diese Gitarre hat wirklich ein bewegtes Leben hinter sich. Derart lange Lackrisse habe ich bei noch keiner anderen Gitarre gesehen. Aber sie klingt, sie singt, sie schreit, sie jubiliert, sie trällert, sie bluest, sie rockt und sie schmeichelt. Sie muss schon etwas Besonderes sein. Wie gesagt – schaut Euch die DVDs an. Es lohnt sich.
Angeboten und ausgezeichnet war das gute Stück damals mit 1.560,- DM. Die offizielle unverbindliche Preisempfehlung dürfte höher gewesen sein. Bekommen habe ich sie schließlich für 1.324,- DM. Der Betrag ist deswegen so krumm, weil ich noch einen Koffer und einen POD 2.0 Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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mitgekauft habe. Das Kabel gab es so dabei. Jedenfalls entfällt der letztgenannte Betrag aufgrund des gleichmäßig verteilten Gesamtrabattes auf die Strat. Ich hätte den Koffer und den POD II auch beim Listenpreis belassen können, dann wäre die Strat effektiv noch günstiger gekommen. Aber der Preis ist ja immer relativ. Jedenfalls hat mich das Teil so umgerechnet 676,95 Euro gekostet und dieser Preis ist längst Vergangenheit.
Im Herbst 2005 wurde eine nagelneue Ritchie-Blackmore-Strat bei eBay über einen britischen Händler mit einem Startpreis von umgerechnet 1.247,71 Euro bzw. bei Sofortkauf für umgerechnet 1.402,76 Euro angeboten. Zum Lieferumfang gehörte allerdings noch ein wirklich edel-apartes Kunstleder-Gigbag.
Kurze Zeit später bot ein deutscher Privatmann das gleiche Modell (jedoch gebraucht) für 1.299,- Euro zum Sofortkauf an. Das Einstiegsgebot wurde bei 999,- Euro fixiert.
Krönung war dann eine eBay-Offerte im September 2006, wo das Einstiegsgebot für eine angeblich 2005 produzierte RB-Strat (das vorgenannte Teil des britischen Händlers?) bei sympathischen 1.999,- Euro lag.
Zu dem hier präsentierten Exemplar erhielt ich im November 2008 via E-Mail ein Ankaufangbot über 1.500,- Euro, welches ich leider ablehnen musste. Da wusste ich allerdings noch nicht, dass FENDER exakt dieses Modell (Artikelnummer 0139010) im Januar 2009 wieder auf den Markt bringen würde. Alles wie gehabt: Farbe, PU-Bestückung, Griffbrett, Kopfplatte, Mechaniken, Herkunft. Der Listenpreis wurde mit 1.188,81 Euro fixiert. Zu haben war die Gitarre anfangs allerdings schon für 999,- Euro, später wurde der VK bei einer UPE von 1.236,41 Euro auf 949,- Euro reduziert. Muss man nicht unbedingt verstehen ... . Wenn da System hintersteckt, sollte man hoffen, dass sie laut FENDER-Preisliste teurer wird.
Ich hätte mich über die 1.500,- Euro zwar gefreut aber der Kollege hätte sich wohl doch ziemlich geärgert. Stattdessen habe ich ihm eine Info-E-Mail geschickt und bin mal gespannt, ob er sich ein Exemplar zulegt.
Noch im Dezember 2008 wurde eine RB Limited Edition mit korrekter Baujahrangabe 1997 zum Sofortkauf für 1.450,- Pfund (1.673,68 Euro) angeboten. Das nenne ich mal eine satte Dividende auf den von mir gezahlten Preis.
Gut, seit der Wiedereinführung ist es mit der satten Dividende vorbei, aber 50 Prozent Wertzuwachs sind auch nicht schlecht.
Bei anderen e-bay-Angeboten war jedoch Vorsicht geboten. Da entpuppte sich eine als Ritchie-Blackmore-Stratocaster angebotene FENDER-Strat schnell als Fake, denn in der Beschreibung stand dann da etwas von ... Farbe wie Ritchie-Blackmore-Strat ... oder .... Griffbrett gescallopt wie Ritchie-Blackmore-Strat ... Typische Features der Ritchie Blackmore-Strat wie z.B. das Autogramm auf der Kopfplatte fehlten. Angeblich handelte es sich um Vorläufer-Modelle bzw. Prototypen. Ja, nee, is klar. Wer´s glaubt ...
Ich will mir gar nicht vorstellen, was diese Gitarre als Custom-Shop-Modell gekostet hätte - weil, ich weiß es.
Die CS-Premium-Version war in der 2000er Händler-EK-Preisliste mit exorbitanten 5.583,89 DM und als sog. ROLAND-Ready Version sogar mit 6.196,07 DM ausgewiesen. Händler Einkaufspreis wohlgemerkt. In einer Fachzeitschrift habe ich sie Anfang 2006 als Normalversion für 4.490,- Euro und als ROLAND-Ready-Version für sage und schreibe 5.579,- Euro entdeckt. Damit handelte es sich seinerzeit zweifellos um eine der teuersten (wenn nicht sogar um die teuerste) Artist-Signature-Strats im regulären FENDER Programm (wenn man von den Einzel- und Sonderanfertigungen in geringer Stückzahl (z.B. Hendrix-Strat, SRV # 1 oder Clapton´s Blackie-Klon) des FENDER-Custom-Shops mal absieht).
Zum Hals sei noch erwähnt, dass der Übergang Hals/Body in Korpusfarbe (Olympic White) lackiert ist, irgendwann aber in das typische Fender-Hals-Finish (natur) mit dem klassischen Skunk-Stripe übergeht. Allerdings sieht eine Strat mit eingeleimten Hals von hinten nicht weniger gewöhnungsbedürftig aus als von vorne mit lediglich 2 Single-Coil-PUs.
So weit, so gut.
Irgendwann stolperte ich im Internet (www.MIJFenders.com) über eine Verkaufsanzeige mehrerer RB-Strats mit umfangreicher Fotodokumentation. Hier wurden nicht weniger als vier Versionen der Blackmore-Strat präsentiert. Laut Foto waren es Blackmore-Strats und die sollten auch noch alle aus Japan kommen – auch die Set-Neck-Version. Aber konnte das tatsächlich angehen? Diesbezüglich kann ich nur mit den Achseln zucken. FENDER Custom-Shop ist für mich immer noch fest mit dem Stammhaus in Corona/USA verbunden. Von daher dürfte die CS-Blackmore-Strat wohl doch eher aus den USA kommen.
Egal.
Es gibt also (mit Achselzucken und Fragezeichen) insgesamt fünf Versionen der Ritchie Blackmore Signature Stratocaster. Ich möchte von daher nicht unerwähnt lassen, dass mir wenigstens eine der nachstehend beschriebenen Versionen offen gestanden nicht ganz geheuer ist. Es könnte sich dabei durchaus um einen Prototyp oder um eine in Eigenregie zusammen gebastelte Versionen handeln, bei der man sich sowohl der hier präsentierten Version als auch hinsichtlich kompletter Schlagplatte der Premium-Version bedient hat. Seitens FENDER waren mir nur 2 Versionen bekannt – die Set Neck Version aus dem US-Custom Shop und die hier präsentierte Version.
Auf WIKIPEDIA erfährt man zur Blackmore Strat aber mehr. Demnach soll es 3 bzw. 4 Versionen gegeben haben.
Version 1) Da wäre zunächst die Ritchie Blackmore Signature Set Neck Stratocaster aus dem US-Custom-Shop mit 2 Lace Sensor PUs (OHNE Dummy-PU), zweifach gelagertem Tremolo und 22 Bünden.
Später wurde noch eine kleine eloxierte Metallplatte zwischen die PUs gesetzt, auf welcher das Konterfei des Paten (klingt ein wenig nach Mafia) eingeätzt war. Zu sehen ist diese Version auf der HP der DEEP PURPLE Tribute Band DEMONS EYE.
Version 2) Die vorgenannte Premium-Version gab es gegen Aufpreis auch noch als sog. ROLAND ready Version mit einem zusätzlichen ROLAND-GK-2A-Pickup, der stylistisch clever platziert zwischen Bridge und regulärem Bridge-PU sitzt.
Version 3) Dann die Ritchie Blackmore Signature Stratocaster (1. Version) mit geschraubtem Hals, 2 SEYMOUR DUNCAN Quarter Pound PUs (OHNE Dummy-PU), ebenfalls 22 Bünden, Korpus aus Esche oder aus Linde.
Version 4) Und schließlich die Ritchie Blackmore Limited Edition Stratocaster (2. Version) ohne Zusatz “Signature” – wie hier präsentiert. Von dieser Version wurden angeblich nur 500 Stück gebaut.
Als Baujahr wird für dieses Modell laut WIKIPEDIA allerdings 1997 ausgewiesen. Mein Modell, auf welches die Beschreibung zutrifft, ist aber gemäß Seriennummer eindeutig von 1997. Wat nu?
Auf der HP www.MIJFenders.com waren aber insgesamt 6 verschiedene Versionen der Ritchie Blackmore Stratocaster ausgewiesen. Gemeinsam ist allen Versionen der Korpus, 2 Pickups, die Reglerkonfiguration, der 3-Weg-Schalter, das gescallopte Griffbrett und die 70er Jahre- Kopfplatte. Dennoch unterscheiden sich die Versionen nicht unerheblich voneinander:
Modell 1) wie hier präsentiert. Typbezeichnung: ST72-145RB
Modell 2) wie vor jedoch anstelle der 2 SEYMOUR DUNCAN Quarter Pounds und dem Dummy in der Mitte zwei FENDER Gold Lace Sensor Pickups auf der Bridge- und Neck-Position. Keine mittlere PU-Aussparung, kein Dummy in der Mitte, zweifach gelagertes Tremolo.
Modell 3) wie Modell 2 jedoch als ROLAND ready Version. Typbezeichnung ST72-RBSLE.
Auffälligkeit: 6-fach gelagertes Tremolo, weiße Pickup-Kappen, schwarze Reglerknöpfe, weiße Schalterkappe, normale Gurtpins (KEINE Security Lockings), KEINE Signatur auf der Kopfplatte. Dieses Modell schlägt aufgrund fehlender Signatur auf der Kopfplatte und der normalen Gurtpins aus der Art. Auch ist für diese Ausführung das 6-fach gelagerte Trem ungewöhnlich.
Modell 4) wie Modell 2 jedoch mit eingeleimten Hals, 22 Bünden und SPERZEL Tunern. Typbezeichnung ST72-175RG 96.
Auffälligkeit: sämtliche Plastikparts sind weiß, Farbe wird als ´Yellow White´ ausgewiesen. (Offiziell wurde die Blackmore Strat mit einer Ausnahme (she. Modell 6) nur in Olympic White produziert. Dieses White tendiert aber mehr gen Vintage denn gen Yellow.)
Modell 5) wie Modell 4 als ROLAND Ready Version (she. Modell 3)
Modell 6) ist eine ebenfalls in Japan gebaute, hierzulande kaum bekannte 1997er Special 'Birthday' Edition in 3-Tone Sunburst (ebenfalls mit Palisander-Griffbrett – she. Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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– runter scrollen) mit eingebautem RBTC ab Werk (she. Video), die sich an das Modell anlehnt, welches Candice Night ihrem damaligen Verlobten Ritchie Blackmore zum Geburtstag geschenkt hat.
Seit Anfang 2009 hat FENDER die Ritchie Blackmore Stratocaster wieder im Programm, allerdings in der Limited Edition Version. Das heißt nun nicht, dass die aktuelle Blackmore Strat eine Limited Edition ist, sie ist nur so gebaut, wie die Limited Edition von 1997.
Nachdem FENDER die Blackmore Stratocaster wieder ins Programm genommen hat, gehe ich schon davon aus, dass sie doch über einen längeren Zeitraum verfügbar ist.
Es gibt diverse FENDER Signature-Modelle in diversen Ausführungen (Jeff Beck Strat, Eric Clapton Strat, Richie Sambora Strat – um nur einige zu nennen), aber 5 Modelle (davon 2 baugleich) auf einer Farbe basierend kenne ich von keinem der vorgenannten Gitarristen. Da kommt selbst Eric Clapton mit seinen 3-Blackie-Versionen nicht mit.
Alle Ritchie-Blackmore-Strats sind offiziell nur in der vom Meister favorisierten Farbe Olympic White lackiert, wobei das Weiß im Prospekt wesentlich strahlender ist, als es meine Japan-Ritchie-Blackmore-Strat jemals hatte. Das geht nämlich tatsächlich fast schon ins Vintage-White, allerdings mit einem ganz, ganz leichten Grünstich, jedoch wesentlich dezenter als bei einigen gealterten Schlagbrettern. Und die oben als Modell 4 ausgewiesene Version sah im Internet tatsächlich mehr nach Yellow White denn nach Olympic White aus, wobei das Yellow White wiederum dem ausgewiesenen Vintage White meiner Richie Sambora Strat entspricht.
Aber versucht mal, eine Farbe treffend zu beschreiben, insbesondere wenn es sich dabei nicht um die Grundfarbe handelt. Und selbst davon hat jeder eine andere Vorstellung. Bei Weiß mag das noch ansatzweise möglich sein, wobei Weiß ja eigentlich gar keine Farbe ist. Sobald das Weiß aber in eine Richtung geht, darf man wohl von einer Farbe sprechen. Dann fangen die Beschreibungsprobleme aber auch schon an.
FENDER bietet nahezu 100 verschiedene Finshes und Lackierungen an, darunter diverse Whites. White ist aber noch lange nicht gleich White und Olympic White schon mal gar nicht. Da gäbe es noch Snow White, Arctic White, Alpine White, Vintage White, Frost White
Manchmal stehe ich wirklich wie ein Ochs vorm Berg und frage mich: was für ein Weiß ist das jetzt? Und eine Antwort bekomme ich erst aus der Produktbeschreibung, was die Sache aber auch nicht einleuchtender macht. Man weiß es dann halt nur ohne es zu verstehen.
Noch etwas zu den FENDER Lackierungen. Die Farbpallette der FENDER-Gitarren orientierte sich damals an den gängigen/aktuellen Lackierungen der US-amerikanischen Automobilhersteller (konkret BUICK, CADILLAC, CHEVROLET, DESOTO, FORD, LINCOLN, MERCURY, PONTIAC und OLDSMOBILE). Olympic White stammt ursprünglich von den CADILLAC-Modellen der Baujahre 1958 bis 1962 und wurde von FENDER von 1960 bis 1980 angeboten, ist aber seit einigen Jahren wieder in der Farbtabelle zu finden (z.B. Stratocaster Modelle Custom Shop 1960 Relic + 1964 Closet Classic, Eric Clapton, Jeff Beck, Jimmy Vaughan, Yngwie Malmsteen, Amercian Vintage ´62, Classic 70s).

Mir sind nur ganz wenige Aufnahmen bekannt, wo Blackmore seine Signature-Strat (konkret das Set-Neck Modell) auch tatsächlich live spielt (z.B. hier: Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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Dennoch scheint die Liaison FENDER/Blackmore zeitweise nicht allzu groß gewesen zu sein. Zumindest taucht die Premium Ritchie Blackmore-Stratocaster seit Auflage des überarbeiteten FENDER-Frontline-Kataloges 2005 als nicht mehr auf. Sie wird nicht mehr gebaut. Auch wurde das Blackmore-Foto im Innencover herausgenommen. Da hat dann aber sicherlich auch das Management des Künstlers ein Wörtchen mit zu reden.
Dennoch hat sich zumindest das Basismodell der Ritchie Blackmore Stratocaster über den Termin der Produktionseinstellung hinaus als optischer Blickfang für FENDER Gitarrenkoffer seinen Platz im FENDER-Katalog gesichert.
Andere Gitarren-Ikonen (egal ob tot oder lebendig) wurden und werden von FENDER ganz anders promotet (Eric Clapton, Jeff Beck, SRV, Muddy Waters, Yngwie Malmsteen, Robert Cray, Eric Johnson - um nur einige zu nennen). In den 2005er Katalogen taucht er (Blackmore) dagegen in persona öfter auf – im Innencover und er posiert mehr oder weniger gelangweilt in der Akustik-Sektion mit einem FENDER Acoustic-Amp. 2006 taucht er nur noch auf der FENDER-HP auf, aber nicht mehr im Katalog.
Unbestritten ist Ritchie Blackmore ein Gitarrist, den man sofort mit der Stratocaster assoziiert. Ich zumindest tue das. Dabei hat er sich in der Deep Purple Mk 1-Phase und auf dem Concert for Group & Orchestra 1969 noch auf einer GIBSON ES 335 virtuos ausgetobt. Auch wenn er auf dem Innencover von „The Book of Talysien“ (1968) mit einer FENDER Stratocaster abgebildet ist und 3 Alben später auf ´Deep Purple in Rock´ hier und da noch die GIBSON spielt, so markiert ´Deep Purple in Rock´ doch den endgültigen Wechsel zur Stratocaster, der für Blackmore nach eigener Aussage nicht ganz unproblematisch war. Trotzdem ist er für mich einer der wenigen Gitarristen, denen die Gitarre Grenzen zu setzen scheint und nicht umgekehrt. Eric Clapton war an dem Wechsel von der GIBSON ES 335 zur FENDER Stratocaster übrigens nicht ganz unschuldig, denn Clapton war es, der Blackmore`s Roadie eine ausrangierte Stratocaster (der Hals war verzogen) in die Hand drückte (eine andere Version beschreibt, dass Blackmore besagte Stratocaster von Eric Clpton´s Roadie erhalten haben soll). Im Laufe der Zeit gelang es ihm (Blackmore) aber mit der Stratocaster fast zu verwachsen.
Vielleicht werden andere Guitar-Heros aber auch deswegen deutlicher herausgestellt, weil deren Signature-Modelle wesentlich erschwinglicher und u.a. auch deswegen gefragter sind und das wird seine Gründe haben, denn die Ritchie Blackmore-Strat ist zwar unbestritten eine sehr, sehr gute Gitarre, fällt aber in jeder Beziehung und in jeder Variante aus dem Rahmen. Mit dem Dummy-PU gefällt sie mir zumindest optisch besser, als die Versionen mit den Gold Lace Sensors, zumal man bei Bedarf ohne Probleme einen mittleren PU einbauen könnte. Aber dann wäre es eben keine reinrassige Ritchie-Blackmore-Stratocaster mehr. Wäre prinzipiell aber egal. Oder doch nicht?
Die RB-Strats aus dem Land der aufgehenden Sonne sind verarbeitungsmäßig und klanglich über jede Kritik erhaben, womit ich die verbreitet herrschende Meinung, US-Gitarren wären das Non Plus Ultra einfach mal wiederholt in Frage stelle. Viele Fernost-Produkte brauchen sich zumindest in Punkto Verarbeitung keinesfalls hinter US-Produkten verstecken. Eher umgekehrt. FENDER Japan hat seinerzeit die Meßlatte für Qualität von FENDER Gitarren im eigenen Haus (auch und vor allem im Mutterhaus) höher gehängt, so dass FENDER USA gezwungen war, in punkto Verarbeitungsqualität nachzulegen. (siehe Buch zum 50 jährigen Strat-Jubiläum - Seite 185).
FENDER hatte einerseits massive Probleme mit den Kopien aus Fernost, anderseits wollte man den aufstrebenden Vintage-Markt bedienen. FENDER ging zum Gegenangriff über und ließ in Japan speziell für den japanischen Markt einige Vintage-Modelle auflegen. Diese waren von so überragender Qualität, dass den FENDER-Leuten die Tränen in den Augen standen. Hier wurde eine Qualität erreicht, die man in den Staaten seit Jahren versuchte zu erreichen. Nicht zuletzt bewiesen die Japan-Strats mit 3 Punkt-Halsbefestigung, dass dieses Prinzip sehr wohl funktioniert. Die Ritchie Blackmore Strat basiert hinsichtlich Halsbefestigung (und Kopfplatte) auf einer 70er Strat. Die US-Originale warfen damals eine Menge Probleme auf. Die Blackmore Strat hat kein Problem.
Was die Wahl der Hölzer anbelangt (der CS-RB-Strat-Body besteht aus leichter Premium Esche) so wird es da durchaus Unterschiede geben, die einen Preisunterschied rechtfertigen. Die zusätzlichen Besonderheiten wie zusätzliche Schalter und zusätzlicher Pickup bei der ROLAND-ready-Version, die ausgefallene Schlagplatte ohne Mittelfräsung, der eingeleimte Hals, die SPERZEL-Tuner treiben die Kosten definitiv in die Höhe. Ob das in Einzelfällen aber so gravierend ausfallen muss wie es das tut, sei dahingestellt. Bei einer originalen ´59er Les Paul Standard in Sunburst fragt da aber auch keiner nach. Das liegt aber wohl eher daran, dass es für die meisten von uns gar keinen Sinn macht, darüber nachzudenken, ob 80.000,- Dollar und mehr gerechtfertigt sind oder nicht. Aus meiner Sicht sage ich sowieso NEIN. Vor allem, wer nimmt so was mit auf die Bühne? Und das hat nichts mit Neid oder finanziellem Unvermögen zu tun. Vor allem aber bekomme ich für die Kohle zig andere sehr, sehr gute Spitzengitarren und keiner wird mich schief angucken, wenn da keine ´58er oder ´59er GIBSON Les Paul Standard in Sunburst dabei ist. Und es soll auch bitte keiner hergehen und ernsthaft behaupten, eine US-Standard-Strat wäre um Klassen besser, als eine Mexico-Strat, die nur 3 Autostunden weiter südlich hinter der Grenze in Ensenada gebaut wird, wobei es auch schon mal vorkommen kann, dass eine (eigentlich) Mexico-Strat in Corona ihre Komplettierung und den letzten Schliff erhält und als US-Strat verschickt wird. Die Abgrenzung zu den Japan-Strats wird noch schwieriger.
Ebenso sind Angaben zum Herstellungsdatum mit den Halsstempeln recht fraglich, weil man bisweilen einfach ins Regal gegriffen hat und sich einen Hals nahm, wenn man einen Hals brauchte - ohne System. Der konnte länger dort gelegen haben oder war erst gestern fertig geworden. Ging der Bestand im Halslager für den Produktionstag zur Neige, wurde nachgelegt und von vorne/oben weggenommen. Da mussten Hälse, die eigentlich schon längst hätten verbaut worden sein müssen eben noch etwas warten. Da war kein System drin, jedenfalls keines, dass heute noch irgend jemand nachvollziehen könnte. Kann man aber alles in diversen Büchern über FENDER bzw. die Stratocaster nachlesen.
Egal - Hauptsache, das Teil klingt und macht Spaß. Beides erfüllt die Ritchie-Blackmore-Strat par excellence. Wenn ich meine Gitarren hergeben müsste - sie wäre mit Sicherheit eine der letzten. Könnte sie kochen, würde ich sie (vielleicht) heiraten.

Ladenpreis am Kauftag: 1.560 DM, gekauft Januar 2000 für 1.299,- DM

die wichtigsten Eckdaten:

Hersteller: FENDER
Modell: Artist Signature Ritchie Blackmore Limited Edition Stratocaster
Herkunftsland / Baujahr: Japan / 1997/98
Korpus: Vollholz (Linde)
Hals: Ahorn (lackiert), 70s Kopfplatte mit Ritchie Blackmore Signature, 3 Punkt Befestigung mit FENDER ´F´ gravierter Konterplatte + Micro Tilt Adjustment.
Griffbrett: Palisander mit Dot-Einlagen, progressiv konkav ausgehöhlte Bünde, 21 Bünde
Tremolo / Brücke: American Vintage synchronized Tremolo mit 6 Die Cast Single Bridges
Mechaniken / Sattel: FENDER mit „F“-Logo, geschlossen mit geschlitzten Achsen / Kunststoff
Elektronik: 2 SEYMOUR DUNCAN SSL-4 Quarter Pound Single Coil Pickups mit staggered polepieces, 3-Weg-Schalter, 1 Master-Volumen-, 2 Ton-Regler
Gewicht: ca. 3.420 g
Farbe: Olympic White
Besonderheit(en): seinerzeit nur für den europäischen Markt in nur 500 Einheiten gebautes limitiertes Signature Modell, Pickup-Konfiguration, scalloped Fretboard, Gurtbefestigung.
Dieses Modell war über 10 Jahre aus dem FENDER-Programm verschwunden und wurde erst im Januar 2009 ohne Limitierung wieder angeboten. Seit 2009 ist die Ritchie Blackmore Strat fester Bestandteil der FENDER Artist Serie.

siehe auch Test in GITARRE & BASS 2/1998

Nachtrag September 2012: per Zufall bin ich auf das Video der norwegischen Deep Purple Tribute Band COME TASTE THE BAND gestoßen, deren Gitarrist Jo Hennig Kaasin das hier präsentierte Modell spielt. Allerdings wurde der Dummy-Pickup durch einen echten Pickup ersetzt. Bei den Gitarren-Verstärkern handelt es sich um ENGL E-650 ´Ritchie Blackmore´ Signature Amps.
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Nachtrag Januar 2013: FENDER hat auf der NAMM 2013 die Ritchie Blackmore Tribute Stratocaster vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen Clon der schwarzen 1968er Stratocaster (bisweilen liest man auch schon mal 1969er Stratocaster, was aber falsch ist), mit welcher Blackmore die meisten seiner Soli eingespielt hat, u.a. auch das komplette Album ´Machine Head´.
Die Blackmore Tribute Strat ist leicht gerelict, hat eine große Kopfplatte mit 4-Punkt Halsplatte sowie von Pickup-Päpstin Abigail Ybarra gewickelte Custom Pickups. Weitere herausragende Merkmale sind ein zweiteiliger Erle-Korpus mit Urethane Lackierung, 3-Wege-Schalter und ein auf 1/4 Zoll verstärkter Tremoloarm. Aber auch den hat Blackmore zum Entsetzen seiner Gitarentechnikers gekillt.
Die Gitare wird in einer limitiereten Auflage nur 2013 gebaut. Die Auslieferung erfolgt in einem FENDER Amp-Logo-Koffer mit Zertifikat. Damit dürfte der Status Sammlerobjekt sicher sein. Der Preis tut ein übriges, denn der Listenpreis liegt bei 8.000,- Dollar, was etwa 5.951,- Euro entspricht. In England bekommt man schon einen konkreten Ladenpreis gennant: 4.977,- Pfund = ca. 5.630,- Euro. Auf diesen Preis wird man sich auch hier einstellen dürfen.
So gerne ich dieses Teil hätte, mir ist das ehrlich gesagt zu teuer. Da würde ich mir wohl eher eine Classic 70s Strat in Black kaufen. Die hätte allerdings eine 3-Punkt-Halsfixierung. Von der Optik her wäre es das dann aber auch schon.

Nette Anekdote zum Original: Das Original soll 1972 durch einen fatalen Irrtum zu Schaden gekommen sein, als sich Blackmore während einer Show eine Stratocaster griff, um diese publikumswirksam zu schrotten. Etwas zu spät bemerkte er, dass es seine Hauptgitarre war.

PS: Historisch Interessierten sei das englischsprachige Buch „THE FENDER STRATOCASTER – A complete guide to the history and evolution of the wolrld´s most famous guitar” von A.R. Duchossoir mit einem Vorwort von Eric Clapton empfohlen.
ISBN 0-7935-0860-6
Desweiteren quasi als Stratocaster-Fan Pflichtlektüre ´DIE GROSSE STRATOCASTER-CHRONIK – 50 JAHRE FENDER STRATOCASTER´ von Tom Wheeler.
ISBN: 3-932275-96-1

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