EPIPHONE Sheraton II


Bei dieser Gitarre war es zunächst die Optik, die mich aufmerken ließ. Klassische ES 335-Kontour, keine Frage. Jedenfalls wird sie als legitime Kopie der GIBSON ES 335 Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten....auch wenn wir persönlich der Meinung sind, dass dieser Disclaimer völliger Hirnriß ist...
[EXTERNER LINK]
verkauft. EPIPHONE darf bis auf kleine Details (primär die Form des sog. open-book-headstock) ja ungestraft kopieren. Das Ergebnis kann man getrost als gelungen bezeichnen. Im Prospekt sieht sie schon klasse und edel aus. Erfreulicherweise hat diese Gitarre einen Namen: Sheraton II. Im Prospekt klingt das weniger spektakulär: EPETS2VS steht da. EP = EPIPHONE, ET = Electric Thinline, S2 = Sheraton II, VS = Vintage Sunburst.
Im MUSIC STORE in Köln habe ich sie dann das erste Mal angetestet - und wieder weggehängt. Ich kann noch nicht mal sagen, warum; was es war, was nicht gepasst hat. Irgendwie passte es jedenfalls nicht. Aber wer kennt das nicht – wahrscheinlich einen schlechten Tag erwischt, vielleicht nicht der ideale Amp, vielleicht waren die Saiten schon zu lange drauf, vielleicht ... . Jedenfalls klang sie Wochen später in einem anderen Laden ganz anders. Es passte und sie klang. Vor allem aber klang der Preis viel besser.
Dieses ES 335-Shaping hat mir eigentlich schon immer sehr gut gefallen und ein knackige Rock `n Roll Sound (bei ES 335 bin ich zuerst immer bei Chuck Berry) hatte ja auch was. Hat er heute noch. Doch nicht nur dafür eignet sich die Sheraton II bestens. Auch oder gerade im Blues fühlt sie sich sauwohl.
Die Sheraton kam 1958 fast zeitgleich mit der GIBSON ES 335 auf den Markt. Die optische Ähnlichkeit dürfte daher kein Zufall sein, zumal EPIPHONE bekanntermaßen ein Jahr zuvor, also 1957, von GIBSON übernommen wurde. Allerdings war die Sheraton damals noch mit Mini-Humbuckern ausgestattet, besaß damals schon Gold-Hardware und Blockeinlagen in den Bünden und hatte diese wunderschönen Perlmutteinlagen im Headstock, den Vine-Tree. Im Grunde setzte EPIPHONE der GIBSON ES 335 mit der Sheraton noch eins drauf und auch heute liegt das Sheraton John Lee Hooker Modell aus der Elistist-Serie preislich mit der GIBSON ES 335 fast auf einem Level. Sheraton – die schönere ES 335? Für mich auf jeden Fall, wobei ich die Sheraton II, also die Normalversion, keinesfalls über die GIBSON ES 335 hieven will. Die Sheraton II ist eben kein Elistist-Modell und das spiegelt sich nicht zuletzt im Preis wieder.
Kurioserweise wurde diese Sheraton II im Laufe der letzten Jahre immer günstiger, was aber auch am Höhenflug des Euro liegen könnte.
Dollar hin, Euro her, die Sheraton II ist ein Schmuckstück. Das wird auch derjenige zugeben müssen, der sich bei Goldhardware in seiner Euphorie eher zurück hält. Sicher gibt es Gitarren, denen eine Goldhardware einfach nicht steht. Die Sheraton II schreit förmlich nach Gold. Dennoch wurde bei der Verwendung dieses Edelmetalls nicht übertrieben.
Neben der Goldhardware, die sehr schön mit dem Vintage-Sunburst (hier und da liest man auch schon mal Violin-Sunburst) des Korpus korrespondiert, wird das Instrument durch die weißen Perlmutt-Blockeinlagen, mit den dreieckigen, spektralfarbigen Abalone Einlagen noch mehr aufgewertet. Exakt diese Einlegearbeiten findet man bspw. auch bei der JOHNSON JP-ES-BR Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten....auch wenn wir persönlich der Meinung sind, dass dieser Disclaimer völliger Hirnriß ist...
[EXTERNER LINK]
Nahezu identisch auch der Kontrollzettel im Korpusinneren, den man so auch bei der SAMICK SAN 450 Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten....auch wenn wir persönlich der Meinung sind, dass dieser Disclaimer völliger Hirnriß ist...
[EXTERNER LINK]
findet. Definitiv gleiche Herkunft (SAMICK/Korea).
Die Bespielbarkeit ist als vorbildlich zu bezeichnen. Der Hals ist etwas schmaler als bspw. bei der SAMICK SAN 450, was aber keinesfalls als Makel bewertet werden kann.
Ebenfalls nicht als Makel empfinde ich die Tatsache, dass die Bundmarkierungen im 15. Bund aufhören.
Die gekapselten (SCHALLER?)-Werksmechaniken habe ich nach dem Bruch einer Mechanik durch gekapselte, ähnlich ausschauende KLUSON-Mechaniken komplett austauschen lassen, da ich für die defekte Werks-Mechanik keinen identischen Ersatz bekommen konnte. Wichtig war ja auch, dass die Bohrungen für die Befestigung übereinstimmten. Da musste der Händler erstmal etwas passendes finden. Den Austausch nur der einen defekten Mechanik lehnte ich ab – auch wenn Rory Gallagher das bei seiner Strat gemacht hat (eine defekte FENDER-Mechanik wurde durch eine von SPERZEL ersetzt) und der FENDER-Custom-Shop das beim Signature-Modell 1:1 übernommen hat. Was reitet einen da? Hauptsache funktioniert, Faulheit, Geiz, Individualität? Ich weiß es nicht.
Der Sound ist knackiger als bei der SAMICK SAN 450 und tendiert damit eher Richtung GIBSON ES 335. Die wiederum klingt insgesamt voluminöser, was aber nicht unter allen Umständen von Vorteil ist. Mit meinen derzeit fünf ES-Typen im klassischen Stil (= mit Doppelcutaway) kann ich jedenfalls ein ziemlich weites ES-typisches Sound-Spektrum bedienen.
Dazu gehören durchaus auch gecrunchte/angezerrte bis verzerrte Sounds, die zwar klasse klingen, mit der edel biederen Optik der Gitarre aber irgendwie nicht so recht harmonieren wollen. Ich weiß nicht, wenn ich einen Gitarristen sehe, der eine klassische ES so richtig rannimmt, dann tut mir diese Gitarre immer irgendwie leid. Dabei gibt es genug vorzügliche Beispiele, die exemplarisch belegen, dass eine ES durchaus eine ernstzunehmende Rock-Gitarre ist. Vielleicht muss man sich einfach nur überwinden, der Gitarre mehr zuzutrauen, als es das äußere Erscheinungsbild vermuten lässt. Das Zeug dazu hat sie jedenfalls.
Jedes Mal wenn ich mich fast dazu durchgerungen habe, evtl. doch die eine oder andere (von der GIBSON mal ganz abgesehen) zu verkaufen, hebt sich jede einzelne durch einen individuellen Sound hervor, so dass ich vom Verkauf wieder Abstand nehme und mir sage: „Nee, lieber doch nicht verkaufen, klingt doch klasse, das Teil“. Das habe ich erst wieder erfahren, als ich die Sheraton für das Update dieser Präsentation gewogen habe und mich dann mal wieder mit ihr beschäftigt habe. Dabei fiel mir auf, dass sie clean wie verzerrt klasse klingt und dass sie trotz langer Standzeit ohne gespielt worden zu sein und extremer Temperaturschwankungen an ihrem Standort (auf dem Wohnzimmerschrank – dort schwanken die Temperaturen bis zu 15 Grad) ihr Tuning überraschend gut gehalten hat.
Würde ich andererseits doch eine verkaufen, würde ich über kurz oder lang wahrscheinlich doch nichts wirklich vermissen, außer vielleicht eine an sich schöne Gitarre. Wie man´s macht.
Wie auch immer – die Sheraton II hat clean ihre Reize, macht aber auch bei der etwas härteren Gangart Spaß. Das Video bringt diesen etwas schärferen Sound ganz gut rüber. Ich weise darauf hin, dass ich NICHT der alkoholisierte Interpret bin. Ich könnte mich dennoch über den Typen schlapp lachen (insbesondere Video 2).

Listenpreis am Kauftag: 1.425,00 DM (ca. 729,- Euro) (2009 ca. 870,- Euro / 2012 (made in China) ca. 460,- Euro) - gekauft Februar 2000 für 1.144,00 DM (ca. 585,- Euro) gekauft.

die wichtigsten Eckdaten:

Modell: EPIPHONE Sheraton II
Herkunftsland / Baujahr: Korea / 1999
Korpus: Semi-Akustik mit Doppel-Cutaway + Ahorn Sustainblock, Decke + Boden: Ahorn, Decken-Boden-Binding
Hals: Ahorn (lackiert), 3-teilig, geleimt.
Griffbrett: Palisander mit Block-Einlagen, 22 Medium-Jumbo Bünde, ab dem 15. Bund keine Bundmarkierung
Brücke: Tune-o-Matic + Stop-Bar Tailpiece
Mechaniken / Sattel: 3+3 KLUSON / Kunststoff
Elektronik: 2 Humbucker, 3-Wege-Toggle-Schalter, 2 Volumen-, 2 Ton-Regler
Gewicht: ca. 3.680 g
Farbe: Vintage Sunburst
Besonderheit(en): Gold Hardware - original SCHALLER-Mechaniken wurden nach Defekt einer Mechanik (1st E) gegen KLUSON-Mechaniken ausgetauscht

Links:
EPIPHONE USA
Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten....auch wenn wir persönlich der Meinung sind, dass dieser Disclaimer völliger Hirnriß ist...
[EXTERNER LINK]


EPIPHONEWIKI
Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Hiermit distanzieren wir uns ausdrücklich von allen Inhalten aller gelinkten Seiten....auch wenn wir persönlich der Meinung sind, dass dieser Disclaimer völliger Hirnriß ist...
[EXTERNER LINK]


Hier noch die Dekodierung für die Kürzel vor der Seriennummer. Das sind übrigens keine Städtenamen, sondern Fabrik-/Herstellernamen.

B = Bohemia Musico - Tschechien
DW = Daewon – China
EA = GIBSON/Qingdao - China
EE = GIBSON/Qingdao - China
F = Fujigen - Japan
FN/N = Fine Guitars - Korea
I = Saein – Korea
J = T Terada - Japan
K = Korea Ins – Korea
MC = Muse - China
O = Choice - Korea
P/R = Peerless - Korea
S = Samick - Korea
SI = Samick - Indonesia
SJ = Saejun - China
SM = Samil – Korea
U = Unsung – Korea
UC = Unsung – China
Z = Zaozhuang Saehan - China