FENDER American Standard Stratocaster


Ich denke, dass wir uns über die Sinnhaftigkeit einer umfangreichen Gitarrensammlung nicht unterhalten müssen. Der eine gibt viel Geld für einige wenige exquisite Stücke mit Wertsteigerungspotential aus. Die wenigen wertvollen Stücke, die er dann besitzt sind für einen Außenstehenden aber immer noch zuviel (… man kann schließlich immer nur eine Gitarre zur gleichen Zeit spielen …). Der andere gibt ''relativ wenig'' Geld für viele (für den Laien mitunter doch gleiche) Stücke aus, an denen er einfach Spaß und Freude hat. Auf Wertsteigerung wird da weniger Wert gelegt, ja noch nicht mal unbedingt auf Werterhalt. Die Vielfalt macht's.
Wer also glaubt, 15 oder mehr FENDER Stratocaster + diverse Stratocaster Kopien wären des guten zuviel, hat rein objektiv betrachtet einerseits sicherlich recht. Da eine Sammlung, die dem Sammler ans Herz gewachsen ist und ihn einfach nur erfreuen will, in erster Linie eine subjektive Geschichte ist, sind Objektivität, Vernunft, Rationalität etc. alles Termina, die hier absolut fehl am Platze sind.

Um es kurz zu machen – ich habe mir mit dieser Gitarre meine 18. FENDER Stratocaster gegönnt. Und das sollte, wie spätere Stratocaster-Präsentationen belegen, nicht die letzte gewesen sein.
Nun weiß jeder, der meine Galerien aufmerksam gelesen hat, dass ich ein erklärter Feind der eine-gute-Gitarre-muss-aus-USA-kommen Theorie bin. Dafür habe ich schon zu viel von schlecht verarbeiteter USA-Ware gehört und erlebt und noch mehr hervorragend verarbeitete Ware aus Mexico, Deutschland, oder Fern-Ost gesehen. Diese USA-fixierte Sichtweise bzgl. guter Qualität ist genau so ein Blödsinn, wie der Spruch von Herrn Steven Stills, dass alles was nach 1965 an Gitarren gebaut wurde, Müll sei. Es gibt genug Gitarristen, die ihm auf eben diesem Müll den Arsch abspielen.
Kurioserweise kommt dieses Schätzchen hier aus den USA. Der Name sagt alles. American Standard Stratocaster, wobei diese Gitarre in der Phase der Markteinführung den vorangestellten Zusatz 'new' trug, weil die American Standard Stratocaster gibt es schon weit länger – wohl seit kurz nach dem 1985 erfolgten Verkauf durch CBS an eine unter anderem aus FENDER-Mitarbeitern bestehende Investorengruppe um den damaligen FENDER Geschäftsführer Bill Schultz. FENDER war bemüht und willens, der Stratocaster wieder zu dem Status zu verhelfen, der ihr schon immer zustand und gebührt. Schließlich war und ist die Stratocaster das beste Pferd im Stall. Man wollte sich nicht auf ein einziges Modell beschränken – GIBSON tat es mit der Les Paul ja auch nicht. Die Standard-Version des Verkaufsschlagers war quasi die Visitenkarte für den Hersteller – bei FENDER eben die American Standard Stratocaster. Die wurde grundlegend überarbeitet und das hier präsentierte Modell ist das Ergebnis dieser – ich nehme es vorweg – gelungenen Überarbeitung.
Wäre schön, wenn das, was FENDER mit dieser Gitarre abgeliefert hat, tatsächlich Amerikanischer Standard wäre, denn soviel sei schon hier verraten: Die Verarbeitung und der Sound dieser Gitarre sind klasse. Nicht umsonst weist ein Aufkleber darauf hin, dass die Halskanten in Handarbeit gerundet wurden. Das Ergebnis spricht für sich. Trotz dieser Erkenntnis vertrete ich nach wie vor die Auffassung, dass nicht alles, wo Made in USA dran/draufsteht wirklich komplett aus USA stammt und dass Gitarren, die nicht aus USA stammen mitunter besser als ´Made in USA´-Gitarren sind. Und wir alle sind sicherlich gespannt wie eine G-Oktav-Saite, welchen Einfluss die aktuelle Wirtschaftslage in den USA auf die Qualität der dort hergestellten Produkte hat. Die neuen Vertriebswege z.B. von GIBSON werden sicherlich auch nicht ohne Folgen bleiben.

Nicht alle Amis sind übergewichtig. Die hier bringt ca. 3.540 Gramm auf die Waage. Ich denke, das ist für eine Stratocaster noch normal. Von solch einer Taille dürften die meisten Ami-Damen nur träumen. Kein Gramm Fett zuviel, Sexappeal bis zum Abwinken und sagt niemals nein. Nur kochen kann sie nicht. Schade. Mit dieser Gitarre vergesse ich aber auch die (Tisch)Zeit.

Diese Gitarre hing schon etwas länger im Laden – seit 2007. Und seit 2007 habe ich immer wieder mal nach ihr geschaut. Ab und an wurde sie mal umgehängt und je weiter sie aus dem Zugriffsbereich der Kundschaft gehängt wurde, desto beruhigter war ich, dass sie dort hoffentlich auch noch eine Weile hängen wird - wenn ich Glück habe, bis zu dem Zeitpunkt, wo ich sie kaufen würde. Die Rechnung ging auf.
Wie immer galt es zunächst den Preis auszuhandeln. Ausgewiesene Ladenpreise sind für mich grundsätzlich verhandelbar. Bei THOMANN etc. braucht man wegen Rabatt gar nicht erst anfragen. 3 Prozent bei Mengenabnahmen, Ende aus, Micky Maus. Die halten sich eh für die billigsten. Bei meinem Händler bekomme ich aber zu 99 Prozent Preise offeriert, die unter denen von THOMANN liegen. Spätestens dann, wenn einem der Händler Ende September zugesteht, die Gitarre mit zu nehmen und erst Ende November zu bezahlen, weiß man, was eine gute, langjährige, persönliche Geschäftsbeziehung wert ist. Schade nur, dass dieser Händler EPIPHONE und GIBSON nicht mehr im Programm hat und nur noch einen Restbestand an EPIPHONEs im Laden hat.

Primär gefallen mir zwar Korpusse, bei denen man die Holzstruktur erkennt, aber direkt danach kommen Farbgebungen wie Ivory, Blonde, Vintage-White und nicht zuletzt Olympic White. Von letzterer Farbe habe ich diverse Strats in meiner Sammlung. Nun ist Olympic White nicht gleich Olympic White. Gott bewahre. Jedes Olympic White sieht anders aus. Das lässt sich fotografisch kaum richtig vermitteln. Glaubt es einfach.

Die Farbe alleine bringt es natürlich nicht. Zusammen mit dem Ahorn-Hals-/Griffbrett und dem weißen Schlagbrett kommt einigen vielleicht gleich die Jimmy Vaughan Stratocaster oder (von der Kopfplatte und dem Scalloping mal abgesehen) die Yngwie Malmsteen Stratocaster oder die Eric Clapton Stratocaster oder die (von der Kopfplatte und der Rechtshänderausführung mal abgesehen) Jimmy Hendrix Woodstock Stratocaster in den Sinn. Sucht Euch eine aus. Mir kam zunächst in den Sinn, dass sie mir gefällt.

Wer mit Olympic White nichts anfangen kann, der kann noch zwischen 6 weiteren Farben wählen: 3-Colour-Sunburst, Black, Candy Cola, Sienna Sunburst (Esche-Korpus und 100,- Dollar Aufschlag für besondere Wünsche beim Korpusholz), Blizzard Pearl und Charcoal Frost Metallic. Insgesamt gibt es dieses Modell in 14 verschiedenen Ausführungen (7 Lackierungen, Maple- oder Rosewood-Neck). Mehr Auswahl hat man bei keinem anderen Modell. Ich kenne jedenfalls keins.
Ab 2009 schien es auch FENDER ein wenig zu viel des Guten zu sein, und so wurden die Farben a) geändert und die Pallette wurde b) um 2 reduziert. Die Farbtabelle las sich nun wie folgt: Arctic White, Lake Placid Blue, Black, Candy Apple Red, Brown Sunburst und Midnight Wine – jeweils mit Palisander- oder Ahorn-Griffbrett. Aber schon während 2009 wurden die Farben erneut geändert und wieder auf 7 aufgestockt, so dass wieder 14 verschiedene Modelle verfügbar waren/sind. Mich juckt das nicht weiter, ich bin mit Olympic White mehr als zufrieden.

Der optische Ersteindruck wird durch den Klang untermauert. Das Teil klingt very Strat. Im Prinzip ist es DIE Stratocaster, wenn auch überarbeitet, modifiziert, getunt, gepimpt, verbessert. Verschlimmbessert? Gott sei Dank nicht. Für einige Vintage-Freaks möglicherweise, aber wer eine US-Strat sucht, die all das bietet, was man von einer guten US-Strat erwartet, der kann sich hier bedenkenlos bedienen. Er sollte dabei nur außer Acht lassen, dass Mexico-Strats nicht unbedingt schlechter sind und nicht unbedingt weniger bieten und noch besser klingende US-Strats in der Regel einen noch bessessereren (kein Schreibfehler sondern gewollt) Preis haben. Auch wenn der Euro 2008 im Vergleich zum Dollar bestens dastand und zu Einkäufen in den USA einlud, so war die Differenz zu den Mexico-Strats doch noch gewaltig (aber auch gerechtfertigt?).

Die 3 American Strat Single Coils sind trotz staggered Polepieces schräg eingesetzt, d.h. relativ weit herausgedreht an der hohen E-Saite, weniger weit an der tiefen E-Saite. Das ansich ist nicht ungewöhnlich. Ungewöhnlich ist aber, dass dies hier ab Werk extrem ausfällt. Die Ausgewogenheit der Tonentfaltung über alle Saiten ist optimal. Daher habe ich es zunächst auch so belassen.
Eine direkt nebenan hängende Mexico Strat im gleichen Kleid (Olympic White, aber geringfügig heller) klang zwar auch nicht schlecht, brachte über den Hals PU- aber deutlich mehr Bässe, was nicht immer wünschenswert ist, zumal sich der druckvolle Bass selbst bei Tonregler-Stellung 10 überdeutlich artikulierte. Ich mag's ja durchaus druckvoll um nicht zu sagen ausdrucksvoll, aber das war mir bei der Mexico-Strat doch einen Tick zu viel des Guten. Die US-Strat klang da doch alles in allem ausgeglichener und ausgewogener.

Überhaupt ist die American Standard Stratocaster großzügig überarbeitet worden. Die Änderungen lesen sich in der Produktbeschreibung wie folgt:

1) New Bent Steel Saddles with Elongated String Slots,
2) Copper Infused High Mass 100Prozent Metal Bridge Block,
3) Thinner Undercoat Finish for Improved Body Resonance,
4) Tinted Neck,
5) Maple Fingerboard Neck: Satin Finish on Back, Gloss Finish on Front;
6) Gloss Finish on Headstock Front with Buffed Fingerboard,
7) 4-Bolt Neck Attachment with Micro-Tilt™ Adjustment,
8) Bi-Flex Truss Rod System,
9) Parchment Knobs and Pickup Covers,
10) Rolled Fretboard Edges,
11) Staggered Tuning Keys,
12) H/S/H Pickup Routing,
13) New Molded Fender/SKB Case with TSA Locks, Glass Reinforced Nylon Trigger Latches, and Form Fitted Plush Interior

Klingt erstmal nach nicht wenig. Ich versuch mich mal mit der Übersetzung, da es der deutsche FENDER-Vertrieb bis zum mZeitpunkt dieser Präsentation nicht gebacken bekommen hatte, die Produktbeschreibungen zu übersetzen.

1) neue gestanzte Stahlsättel mit länglich geschlitzten Ösen für die Saitendurchführung.
Nun habe ich die mal mit den Sätteln einer meiner älteren FENDER Strats verglichen und komme zu der Erkenntnis, dass ich zu den alten Die-Cast-Sätteln keinen gravierenden Unterschied feststellen kann. Kann aber sein, dass das Material letztlich ein Plus an Sound bringt. Wenn ja, gut. Wenn nicht, auch gut
2) Das mit dem Tremolo klingt zu geil, als das ich es übersetzen möchte, daher nochmal: Copper Infused High Mass 100 Prozent Metal Bridge Block. Was für eine Wortkreation.
Jedenfalls soll der Tremoloblock Kupferanteile enthalten. Andere Modelle (bspw. Lite Ash Strat und Koa Strat) haben einen Messingblock Nun ist Messing nichts anderes, als eine Legierung aus Kupfer und Zink. Wird dem Verbraucher hier ein alter Hut bloß neu verpackt verkauft?
Wie auch immer – laut FENDER besteht das Ganze aber aus 100 Prozent Metall. Immerhin und dafür ein ganz dickes 100 Prozentiges WOW!!!
3) Die Grundierung der Korpuslackierung fällt dünner aus als bislang, um die Resonanzeigenschaften des Korpusholzes nicht zu beeinträchtigen bzw. zu unterstützen.
4) Die Farbgebung des Halses bzw. das Holz kommt ein wenig geändert daher. Schön wäre ein treffendes Wort. Für mich ist es dennoch ein ganz normaler, wenn auch gut verarbeiteter Stratocaster Hals.
5 + 6) Der Hals und die Kopfplatte sind auf der Bundseite Hochglanz lackiert und poliert, die Rückseite ist satiniert.
7) 4-Punkt-Halsbefestigung mit Hals-Neigungswinkel-Einstellung (wie bei den Modellen aus den Mitt-Siebzigern mit 3-Punkt-Befestigung und einigen Signature-Modellen (z.B. Clapton- Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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8) Bi Flex Truss Rod System = Halsstabspannung kann in beide Richtungen justiert werden. Die Mittelposition ist quasi die Ruhestellung des Halsstabes.
9) Die Reglerknöpfe und PU-Kappen sind die gleichen, wie sonst auch. Damit geht nichts anders als sonst. Kann man also auch abhaken.
10) von Hand gerundete Griffbrettkanten. Auch wenn das andere genau so gut hinbekommen - das hat echt was gebracht. Eine saubere Arbeit, die höchstes Lob verdient.
11) Mechaniken mit unterschiedlich langen Achsen. Die Achsen der hohen E-, der H-, der G- und der D-Saite sind gleich lang. Die Achsen der Mechaniken für die A- und die tiefe E-Saite sind etwas länger als die der übrigen Saiten. Dadurch ist nur 1 Saitenreiter erforderlich.
12) H/S/H-Schaltung. Nichts anderes, als dass bspw. Bridge- und Middle-PU als Humbucker brummfrei zusammengeschaltet werden können und der untere Tonregler die Klangregelung beider PUs übernimmt, wodurch eine doppelte Tonregelung bei Schalterstellung 4 möglich ist.
13) neuer Koffer. In der Tat ein Sahnestück.

Wow, wow, wow. So viel neues und doch so wenig, denn die Amis verkaufen einem jedes noch so kleine und unbedeutende Detail als große, innovative Verbesserung (am liebsten noch mit Stars & Stripes drauf). Die Hälfte hätte man sich locker schenken können.
Dennoch ist diese Gitarre wirklich gelungen und gut, zumal die Leckerchen, die wirklich neu sind, in der vorstehenden Auflistung gar keine adäquate Erwähnung finden.

Das Tremolo ansich ist ja schon erwähnt worden: auf dem Aufkleber, der auf der Schlagplatte prangte, ist das Tremolo aber ganz anders beschrieben als in der Produktbeschreibung auf der FENDER HP, nämlich so: 'Vintage Modified 2 Point synchronized Tremolo' heißt es dort. Mit Vintage geht fast alles, Modified steht für verbessert und 2 Point ist sowieso nicht das Schlechteste, kennen wir ja schon von der American Deluxe Stratocaster, der Lite Ash- und der Koa Strat. Selbst einige SQUIER-Strats (bspw. Deluxe Hot Rails Strat Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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haben es.
FENDER benutzt dieses System bereits seit 1986, aber eben nicht bei allen Stratocaster-Modellen.
Die 2-Punkt-Lagerung scheint sich immer mehr durchzusetzen. Das Trem schwebt an nur zwei im Korpus versenkten Schrauben gelagert frei. Den Gegenzug zu den Saiten liefern 3 Federn. Wer auf das Tremolo verzichten will (aber warum sollte man?) oder mehr Widerstand wünscht und/oder den Block für noch mehr Resonanzentfaltung plan am Korpus aufliegen haben möchte, der kann dafür zwei weitere Federn montieren oder – für ganz radikale - einen kleinen Holzblock zwischen Korpus und Tremoloblock verankern. Das spart zudem Gewicht: Tremoloarm + Minifeder/Spirale im Gewindegang minus Holzklötzchen bzw. minus 2 Federn. Jedes Gramm zählt.
Das hat man sich offensichtlich auch beim Tremoloblock gesagt. Der hat die gleiche Dimension, wie bspw. der Block bei den vorgenannten FENDER Special Edition-Modellen.Lite Ash Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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Der Block misst in der Dicke nämlich gerade mal 0,75 cm, wogegen der normalen Tremoloblöcke (z.B. bei den Classic Player Strats Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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auf die doppelten Abmessungen, nämlich ganze 1,5 cm kommen.

Damit der Tremoloarm im Gewindegang kein Spiel entwickeln kann, steckt im Gewindeschacht eine kleine Feder/Spirale. Das erkennt man im Laden an den Stratocaster-Modellen, bei denen der Gewindegang mit einem kreisrunden, selbstklebenden Folienstück (rot, grün, chrom) überklebt ist, damit die Feder nicht raus fällt. Die Feder erfüllt den ihr angedachten Zweck.
Das Tremolo arbeitet jedenfalls in der Werkstrimmung butterweich und fehlerfrei, hält die Stimmung und gibt somit keinerlei Anlass zur Kritik.

Was weiterhin unter 'Unique Features' nicht großartig erwähnt wird, ist die Schaltung bzw. die Klangregelung. Das Zauberwort heißt Delta Tone und findet seine Erklärung im No-Lead-Tone. Klasse, ein ´wassen das?´ mit einem anderen ´wassen das?´ erklären, ich weiß. Also in deutsch:
Das Delta Tone System besteht aus einem leistungsstarken Bridge-PU und einer Zusammenlegung der Tonregelung des Bridge- (PU-1) und Middle- (PU-2).
Die Schalterkonfiguration ist wie gewohnt: 1 = Bridge-PU, 2 = Bridge- + Middle-PU, 3 = Middle-PU, 4 = Middle- + Neck-PU, 5 = Neck-PU. Das kennen wir.
Durch die Zwischenstellungen 2 und 4 entsteht (nicht immer aber hier schon) ein brummfreier Humbucker, dessen Klangregelung auch als Singlecoils der untere Tonregler übernimmt. Der direkt hinter dem Volumen-Regler liegende Tonregler gilt primär nur für den Hals-PU. Da damit aber auch der Klang der Schalterstellung 4 (Mittel- und Hals-PU) beeinflusst wird, verfügt die Schalterstellung 4 somit über 2 Klangregelungen, nämlich einmal durch den unteren Ton-Regler für PU 1 + 2, und zusätzlich über den 2. Tonregler wie beschrieben. Ziel dieser Schaltung war primär eine so genannte No-Lead-Tone-Klangregelung zu offerieren. Bei Clapton hieß das Woman Tone. Ich weiß zwar nicht, was the Woman = die Frau damit zu tun hat, jedenfalls kann man so den Bridge-PU entschärfen, da schon einige Gitarristen den Bridge-PU ihrer Strat ausgetauscht haben, da er ihnen zu schrill/zu harsch war.
Dieses Klangregelungskonzept hat keine andere meiner Strats.

Insgesamt erfüllt die American Standard Strat alle Anforderungen, die man an eine anständige Stratocaster stellt mit Bravour. Die ausgewiesenen Neuerungen scheinen mir seitens FENDER etwas dick aufgetragen aber das Endergebnis überzeugt dennoch.

Die Gitarre lässt sich in allen Bereichen angenehm bespielen, der Sound ist in allen Schalterstellungen klar definiert und differenziert. Knackig, twangig an der Bridge, es Knopflert gewaltig in Position 2, Position 3 bedient so ziemlich alle Rhythmus-Bereiche (doch manchmal braucht man auch hier mehr Attack und dafür gibt es dann wiederum den leistungsstärkeren Bridge-PU mit seiner Delta-Tone-Klangreglung. Position 4 + 5 runden das Soundpaket mit einem wohligen, warmen, runden Ton ab. Wie gesagt – klanglich Strat as Strat should be.

Die Verarbeitung hatte ich schon kurz angesprochen. Diese Gitarre könnte ein Referenzmodell sein. Allerdings kriegen das die Mexikaner und Koreaner auch so hin, wenn man sie lässt und nicht an irgendwelche Kostensenkungsvorgaben kettet. Wäre schön, wenn solch ein Arbeitsergebnis wirklich Standard wäre, würde und bliebe. Die Realität sieht leider anders aus und die Hoffnung (dass es besser wird) stirbt zuletzt.

Ich will mich aber nicht dafür grämen, was heutzutage alles nicht Standard ist. Diese Gitarre ist eine American Standard und dafür ist sie absolut top und tadellos. Good job, well done.

Nicht nur gut sondern klasse ist der Koffer, der auf den ersten Blick eher wie ein Koffer für ein M16 Sturmgewehr irgendeiner Spezial-Einheit ausschaut. Es soll mal eine FENDER Serie gegeben haben, die wurde extra für die Soldaten im Irak-Krieg gebraut. Der Koffer hat in der Tat etwas, was zu Waffen etc. passt. Wenn ich mir den Koffer in Tarnfarbe vorstelle, könnte der alles beinhalten, was militärisch genutzt wird. Ich bin aber eher für Stratocaster als für M16.
3 gewaltig große Schlossklemmen, die sich wesentlich leichter öffnen lassen, als die herkömmlichen Pimmelsschlösser, verstärken den positiven Eindruck, dass dieser Koffer hält, was er augenscheinlich verspricht. Auch die Typbezeichnung des Koffers ist eine besondere Erwähnung wert: FENDER/SKB Multi-Fit Standard Molded Case.
Ist der Deckel geöffnet, registriert man mehr als zufrieden, dass dieser Koffer der Gitarre tatsächlich den Schutz zu bieten vermag, den man für sein Schätzchen immer wollte. Die komplette Kontur des Strat-Korpus ist nachgebildet. Der Korpus sowie der Hals liegen komplett plan auf. Lediglich die Kopfplatte hängt in der Luft. Selbst für die Korpusoberseite gibt es zwei Leisten, wovon eine mit einer Aussparung für den Volumenregler versehen ist. Der Rest der Leiste sowie eine zweite, gegenüberliegende Leiste liegen plan auf der Schlagplatte auf. Da wackelt nichts. Die Gitarre kann dennoch MIT Tremolo verstaut werden.

Zum Kofferset gehören noch ein FENDER Logo-Gurt, ein FENDER Kabel, 5 Inbusschlüssel (davon 1 doppelt) und ein FENDER Putztuch.
Wer sich im September 2009 eine American Standard Stratocaster gekauft hat, der bekam im Rahmen einer besonderen FENDER-Marketing-Aktion noch einen FENDER Champion 600 Amp gratis dazu. Da war ich wohl ein wenig zu früh dran, was mich aber nicht besonders grämt.

Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass diese Gitarre, die übrigens ein nettes Pärchen mit meiner Mexico Standard Telecaster in Blonde mit Maple-Neck abgibt, in jeder Hinsicht eine Empfehlung wert ist. Die farbliche Ausführung wie auch das Griffbrett sind Geschmackssache, aber da ist FENDER ja mehr als flexibel - insbesondere bei diesem Modell. Für den echten Strat-Liebhaber (Strat-Gourmets streben wohl eher zum Custom-Shop) führt an ihr eigentlich kaum ein Weg vorbei.
Unbedingt antesten

Listenpreis am Kauftag: 1.249,- Euro, erhalten September 2008 für 980,- Euro inkl. FENDER Multi-Fit Standard Molded Case, FENDER Logo Gurt, FENDER Kabel, FENDER Putztuch, 5 Inbusschlüssel

die wichtigsten Eckdaten:

Modell: FENDER American Standard Stratocaster
Herkunftsland / Baujahr: USA / 2007
Korpus: Erle
Hals: Ahorn (lackiert), D-Shape mit kleiner 60s Kopfplatte + Spaghetti-Logo, 4 Punkt Befestigung, Micro Tilt Adjustment, 1 Saitenniederhalter
Griffbrett: Ahorn mit Dot-Einlagen, 22 Medium Jumbo Bünde
Tremolo / Brücke: 2 Point Synchronized Tremolo (Copper Infused High Mass 100 Prozent Metal Bridge Block) mit 6 gestanzten Einzelreitern aus Stahl
Mechaniken / Sattel: FENDER Deluxe mit FENDER Logo-Schriftzug, geschlossen / Kunststoff
Elektronik: 3 American Strat Single Coil Pickups mit Staggered Polepieces, 5-Wege-Schalter, 1 Master-Volumen-, 2 Ton-Regler
Gewicht: ca. 3.540 g
Farbe: Olympic White
Zubehör: FENDER Multi-Fit Standard Molded Case, FENDER Logo-Gitarrengurt, FENDER Gitarrenkabel, FENDER Putztuch, 5 Inbusschlüssel.
Besonderheit(en): Delta-Tone-Regelung (der untere Tonregler regelt Middle- + Bridge-PU, dadurch doppelte Ton-Regelung für Schalterstellung 4)

PS: Historisch Interessierten sei das englischsprachige Buch ´THE FENDER STRATOCASTER – A complete guide to the history and evolution of the wolrld´s most famous guitar´ von A.R. Duchossoir mit einem Vorwort von Eric Clapton empfohlen.
ISBN: 0-7935-0860-6
Desweiteren quasi als Stratocaster-Fan Pflichtlektüre ´DIE GROSSE STRATOCASTER-CHRONIK – 50 JAHRE FENDER STRATOCASTER´ von Tom Wheeler.
ISBN: 3-932275-96-1

Link:
FENDER D
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