EPIPHONE Les Paul Standard Limited Edition


Dies ist der Grundstein meiner Gitarrensammlung, meine erste Gitarre nach ca. 20 Jahren gitarrentechnischer Abstinenz und meine allererste Gitarre in klassischer Les Paul Form. Und es hat weiß Gott lange gedauert, bis ich mich näher mit einer Les Paul befasst habe, geschweige denn mich zum Kauf einer solchen Gitarre entschlossen habe. Frage mich bitte keiner nach dem Grund. Ich hätte auch nie gedacht, dass ich mit dieser Gitarre eine Entwicklung anstoße, an die ich bis zum Kauf meiner ersten GIBSON Les Paul (Classic 1960 Reissue Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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nie und nimmer gedacht hätte.
Ich hätte aber auch nie gedacht, dass ich gerade diese EPIPHONE Les Paul so manchem Original vorziehen würde.

Ich gebe zu, ich bin eher Stratocaster-geprägt. Woran liegt das? Wahrscheinlich daran, dass der weitaus größte Teil meiner Lieblingsgitarristen FENDER Stratocaster spielt. Natürlich gibt es auch nicht wenige, die ich gerne höre, die GIBSON Les Paul spielen. Aber mein Lieblingsgitarrist Ritchie Blackmore (primär Mark II-Phase) spielte und spielt nun mal (unter anderem) vornehmlich FENDER Stratocaster. Von daher ... .Irgendwann passierte es dann aber doch. Ich wurde neugierig und aus der Neugierde wurde Zuneigung und schließlich Liebe.

Diese Lady hier ist die etwas andere EPIPHONE Les Paul. Kleine, feine Unterschiede zur normalen Standard-Serie zeichnen dieses EPIPHONE Les Paul Modell aus. Wie in der Überschrift schon erwähnt - es ist eine Limited Edition.
Der erste gravierende Unterschied zum Original ist die Produktionsstätte. Dieses Teil hier wurde nämlich in der BOHEMIA MUSICO DELICA Fabrik in der Tschechei gebaut. Wahrlich nicht die schlechteste Adresse für Saiteninstrumente. Recherchieren konnte ich dies auf der Website www.guitardaterproject.org/epiphone.aspx. Gibt es übrigens auch für andere gängige Fabrikate.

Die Treble/Rhythm-Ringplatte um den Toggle-Switch ist schwarz, was bei cremefarbenen PU-Rahmen und einer cremefarbenen Schlagplatte ungewöhnlich ist. Die Potiknöpfe sind ebenfalls schwarz. Beim Original sind sie bernsteinfarben. Auch hat die Lackierung eine andere Tiefe, als bspw. die Piano-Black-Lackierung meiner EPIPHONE Les Paul Custom Black Beauty Vibrotone Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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Das macht sich aber erst bemerkbar, wenn man sie direkt mit einer hellen Lampe anstrahlt.

Die PU-Kappen sind zwar durch Handschweiß etwas angelaufen und insgesamt etwas matter als Hochglanzchrom (sieht fast aus wie polierter Edelstahl), verleihen der Gitarre aber gerade deswegen einen Hauch von Vintage (es gibt welche, die kriegen alleine bei dem Wort schon glasige Augen). Ansonsten besitzt die Gitarre alle Spezifikationen einer anständigen Les Paul Standard.

Auch wenn es nur eine Kopie ist - diese Kopie ist gelungen und das nicht nur in punkto Optik und Verarbeitung. Klanglich steht sie dem Original kaum nach. Die Betonung liegt auf kaum. Natürlich ist da ein Unterschied. Der ist hörbar, aber nicht die Welt. O.K., für die absoluten Cracks in der Szene, für die wandelnden Ohren unter der Sonne, die Les Paul-Gurus, die Les Paul Yogis dieser Welt und die Es-lebe-das-Original-Experten liegen da sicher Welten zwischen. Nun, sie leben in ihrer Welt, ich in meiner (normalen) Welt. Ich gönne jedem seine originale Les Paul. Ich selbst besitze 12 GIBSON Les Pauls und es werden wohl auch nicht meine letzten sein. Dennoch, diese EPIPHONE ist was Besonderes. Der auffälligste Unterschied ist neben einem Limited Edition Stempel mit dem klassischen EPIPHONE ´E´ die Platzierung des EPIPHONE-Schriftzuges auf der Kopfplatte. Üblicherweise ist der Schriftzug schräg angesetzt - wie beim Original von GIBSON. Bei der Limited Edition prangt der Schriftzug aber astrein horizontal auf der Kopfplatte. Auf der Kopfplatte steht auch immer der Zusatz ´Model´ hinter dem Les Paul-Schriftzug. Einzige Ausnahme bilden die Custom-Modelle, die statt des ´Les Paul-Model´-Schriftzuges den Split-Diamond haben. Jedenfalls ist das bei meinen EPIPHONE Paulas so.

Der Korpus unterscheidet sich bspw. von dem einer GIBSON Les Paul Standard explizit durch eine angenehmere Abrundung der dem Körper des Spielers anliegenden Korpuskante (Übergang Zarge/Boden). Diese Rundung fällt bei der GIBSON knapper um nicht zu sagen kantiger aus. In diesem Punkt gebe ich der EPIPHONE ganz klar den Vorzug, wobei ich per Zufall eine GIBSON Les Paul Standard in exakt dieser Ausführung entdeckt habe, die ebenfalls eine solche Abrundung der unteren Zargenkante aufweist - die GIBSON Les Paul Standard von Ronnie Wood (Rolling Stones), die er bei ´Satisfaction' während des ´Shine a Light´ Konzertes (Regie Martin Scorcese) gespielt hat.
Die EPIPHONE hat die bessere Saitenlage, wobei die GIBSON keine schlechte Saitenlage hat, ich sie daher so belasse, wie sie ab Werk eingestellt war.
Und die EPIPHONE hat die nach meinem Empfinden besser ausgeführte Lackierung. Die ist nämlich entgegen der GIBSON-Lackierung spiegelglatt. Ursache mag der verwendete Lack und/oder die Lackdicke sein. Wie auch immer, die EPIPHONE-Lackierung ist tadellos ausgeführt.

Das war´s dann aber auch fast schon grob betrachtet.
Ein Punkt bliebe noch zu erwähnen: die Mechanikachsen. Die sind bei der EPI nämlich geschlitzt und das ist bei einer Les Paul schon bemerkenswert, weil nicht üblich.

Verarbeitungsmäßig tun sich die EPIPHONE und die GIBSON nichts. Ich konnte bislang jedenfalls keinen bemerkenswerten Unterschied feststellen. 1a-Bundierung, keine Schludrigkeiten oder Schlampereien, insgesamt eine sehr ordentliche Arbeit, die man bei der GIBSON bei dem Preis sicher auch erwarten darf und die einen bei der EPIPHONE zwar nicht überrascht, aber das positive Gesamtbild überzeugend bestätigt. Das Teil liegt in jeder Hinsicht absolut auf GIBSON-Niveau. Den GIBSON Custom-Shop lassen wir hier mal galant außen vor, weil das ist eine Klasse für sich.
Stop, ein Unterschied fällt mir da doch noch ein. Das Pickguard der GIBSON ist ab Werk derart stramm montiert, dass sich die Befestigungsschraube bzw. die Mutter der Pickguard-Halterung ins Deckenholz drückt. Ursache ist eine zu tief angesetzte Schraube in der Zarge. Das soll lt. GIBSON aber normal und bei nahezu allen Les Pauls mit Pickguard so sein. Da 8 von 9 meiner GIBSON Les Pauls mit Pickguard diese Macke haben, bin ich geneigt, den GIBSON-Technikern zu glauben. Warum aber haben meine EPIPHONE Les Pauls diese Macke nicht? Nicht eine? Die Koreaner werden doch wohl nicht akkurater arbeiten als die Amis? Skandal, Skandal. Sei es wie es sei – unterm Strich scheint mir die EPIPHONE dann doch besser verarbeitet zu sein, als die GIBSON. Ist aber auch egal, bleibt ja in der Familie.

Hergeben würde ich die EPI nicht wollen, selbst wo ich mittlerweile das Original besitze und selbst obwohl die GIBSON insgesamt besser klingt als die EPIPHONE. Aber was heißt besser? Ist lauter gleich besser, ist zurückhaltender gleich schlechter? Was, wenn man gerade einen weniger prägnanten Ton mag/braucht und den eher die EPIPHONE als die GIBSON liefert?
Ich habe mindestens einen Amp, über den klingt die EPIPHONE besser als die GIBSON – kein Joke. Wie verträgt sich das jetzt mit der Aussage bei der Präsentation der GIBSON Les Paul Standard Ebony Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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dass die GIBSON lauter, prägnanter, percussiver, differenzierter klingt? Ganz einfach: das, was die GIBSON mehr hat, ist nicht immer erwünscht. Ein ähnliches Phänomen tut sich bei meiner GIBSON ES 335 Guitarmaniacs.de und sein Betreiber übernimmt keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

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auf. GIBSON ist gut, keine Frage, aber GIBSON ist nicht immer erste Wahl. Mag sein, dass only a GIBSON good enough is, manchmal ist was anderes besser.

Fassen wir also zusammen: Die GIBSON hat ihre klaren Vorteile gegenüber der EPIPHONE ohne die EPIPHONE zu deklassieren. Mit der persönlichen Note, die man als Spieler einbringt, kann man jede Gitarre, die gegen eine GIBSON das Nachsehen hat, aufwerten.
Bloß für den Namen GIBSON mach ich zwar keine finanziellen Klimmzüge (besser spiele ich dadurch nämlich nicht), aber eine GIBSON Les Paul Standard lohnt sich dennoch allemal und steht mit Sicherheit auf dem Wunschzettel (fast) jedes GUITARMANIC. Dennoch und zum Glück gibt es zahlreiche gute Alternativen. Die EPIPHONE Les Paul Standard Limited Edition ist mit Sicherheit eine der besseren Alternativen. Viel näher kann man dem Original für das Geld kaum kommen.

Ungeachtet dessen ist es nicht uninteressant, sowohl das Original als auch die offizielle Kopie zu besitzen - nicht zuletzt um exemplarisch nachweisen zu können, dass die Kopie nicht immer, evtl. sogar noch dramatisch schlechter sein muss, als das Original. Das ist unterm Strich sicherlich kein billiges Experiment. Zum Experimentieren mach ich das ja auch nicht. Reicht „weil´s Spaß macht“ als Grund?

Die hier war mit umgerechnet 654,- Euro zwar nicht unbedingt ein Schnäppchen, ist dafür aber eine verdammt gute Kopie des Originals und ihr Geld allemal wert.

gekauft April 1999 für 1.280,00 DM - für 20,- DM weniger gab es Mitte der 70er Jahre eine original US FENDER Stratocaster.

die wichtigsten Eckdaten:

Modell: EPIPHONE Les Paul Standard Limited Edition
Herkunftsland / Baujahr: Tschechoslowakei (Bohemia Musico Delia) / 11/1996
Korpus: Mahagoni mit gewölbter Decke, Deckenbinding
Hals: Mahagoni, lackiert, Binding, geleimt.
Griffbrett: Palisander mit Perlmutt Trapez-Einlagen, 22 Bünde
Brücke: Tune-o-Matic Bridge mit Stop-Bar-Tailpiece
Mechaniken / Sattel: ähnlich GIBSON Deluxe, geschlossen mit geschlitzten Achsen / Kunststoff
Elektronik: 2 Humbucker Pickups, 3-Weg-Toggle-Schalter, 2 Volumen-, 2 Ton-Regler
Gewicht: ca. 4.960 g
Farbe: Ebony
Besonderheit: limitiertes Modell, geschlitzte Mechanik-Achsen

Link:
EPIPHONEWIKI
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Hier noch die Dekodierung für die Kürzel vor der Seriennummer. Das sind übrigens keine Städtenamen, sondern die Namen der Produktionstätten.

B = Bohemia Musico - Tschechien
DW = Daewon – China
EA = GIBSON/Qingdao - China
EE = GIBSON/Qingdao - China
F = Fujigen - Japan
FN/N = Fine Guitars - Korea
I = Saein – Korea
J = T Terada - Japan
K = Korea Ins – Korea
MC = Muse - China
O = Choice - Korea
P/R = Peerless - Korea
S = Samick - Korea
SI = Samick - Indonesia
SJ = Saejun - China
SM = Samil – Samil, Korea
U = Unsung – Korea
UC = Unsung – China
Z = Zaozhuang Saehan - China